• U-Bahnhofs-Umbauten: Nach Brand zusätzliche Ausgänge aus Sicherheitsgründen geplant - Kosten ungewiss

Berlin : U-Bahnhofs-Umbauten: Nach Brand zusätzliche Ausgänge aus Sicherheitsgründen geplant - Kosten ungewiss

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Der geplante Umbau von elf U-Bahnhöfen mit nur einem Ausgang wird zu einem Kraftakt für die BVG. Noch ist nicht im Ansatz ermittelt, wie teuer der Bau eines zweiten Ausgangs jeweils wird. Er wird aber einen Millionenbetrag erfordern. Die BVG hat sich nach dem Brand im U-Bahnhof Deutsche Oper am 8. Juli zu diesem - teuren - Schritt entschlossen. Beim Feuer in der Station Deutsche Oper war der einzige Ausgang durch den brennenden U-Bahn-Wagen blockiert.

Nur jeweils einen Ausgang haben die Stationen Uhlandstraße an der U 15, Deutsche Oper, Sophie-Charlotte-Platz und Theodor-Heuss-Platz an der U 2, Innsbrucker Platz, Schöneberg und Viktoria-Luise-Platz an der U 4, Schillingstraße an der U 5 sowie Konstanzer Straße, Britz-Süd und Rudow an der U 7. Nicht zum Gefährdungsbereich zählen für die BVG die Stationen im Freien mit nur einem Ausgang.

Von den elf Bahnhöfen hatten zwei bereits einmal weitere Ausgänge. An der Uhlandstraße wurde die Anlage auf Höhe des Hauses Wien geschlossen, als der benachbarte Bahnhof Kurfürstendamm 1961 eröffnet wurde. In diesem Bereich befindet sich heute ein elektronisches Stellwerk. An der Schillingstraße verzichtete man beim Umbau der Anlage Ende der 50er Jahre auf einen westlichen Zugang. Er hätte direkt vor die Ehrentribüne der Parteioberen bei Paraden geführt.

Seit langem fertig sind die Pläne für weitere Zugänge am Bahnhof Theodor-Heuss-Platz. Ende der 80er Jahre sollten die Arbeiten beginnen, wurden nach der Einheit aber verschoben, weil das Geld in den Wiederaufbau des Netzes von U- und S-Bahn gesteckt wurde. Ziel ist es jetzt, die Bahnhöfe an der U 2, die an der Strecke zum Olympiastadion liegen, bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 mit zweiten Ausgängen zu versehen.

Dabei durften jeweils mehrere Millionen Mark erforderlich sein. Grüne und PDS fordern, dafür das Geld zu verwenden, das für den Einbau von Sperren vorgesehen ist. 125 Millionen Mark will die BVG hierfür ausgeben.

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