Berlin : Udo Lindenberg: Keine Panik

Tanja Buntrock

Udo Lindenberg gibt Panik-Entwarnung. Der Deutschrocker, der am 10. Februar im Rahmen der "Rock gegen rechte Gewalt"-Initiative im Berliner Velodrom ein Konzert gibt, sieht "keine Gefahr für den Auftritt", sagte der Sprecher der Initiative, Arno KÖster gestern. Sicherheitsvorkehrungen seien wie bei jedem Konzert "weit im Vorfeld getroffen" worden.

In den letzten Tagen gab es Verwirrung um den Musiker, nachdem er drei Tage vor seinem Dresdener Konzert am Sonntag eine telefonische Morddrohung erhalten hatte. Ein anonymer Anrufer meldete sich bei der Rezeption im Artotel, in dem Lindenberg residierte, und drohte: "Dies ist eine Kurzmitteilung für Herrn Lindenberg. Wir werden ihn kriegen, auch wenn es gestern nicht geklappt hat." Lindenberg erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei.

Doch Panik bricht deswegen bei ihm nicht aus: "Ich habe immer wieder kleine Schmähbriefchen bekommen, solche Drohungen sind für mich nichts Neues", sagt Lindenberg, "man sollte diese Leute nicht so dämonisieren, denn das sind ja nur Schwachsinnige". Insbesondere nachdem es erste Informationen zu seiner Tournee gegeben hatte, habe er "immer mal Drohungen erhalten". Das seien aber keineswegs Mord- oder Bombendrohungen gewesen. Deswegen forderte der Musiker auch nicht gesonderten Polizeischutz an, er wird von seinem persönlichen Personenschutz begleitet. "Das ist eine exzellente Security", sagt er. Auch wer in die "Rock gegen rechte Gewalt"-Konzerte komme, brauche sich um die Sicherheit nicht zu sorgen. "Bei uns wird stark darauf geachtet, dass diese rechten Typen gar nicht erst reingelassen werden." Mit der Initiative "Rock gegen rechte Gewalt", die von "Udo Lindenberg und Freunden" ins Leben gerufen worden ist, engagieren sich Künstler und Bands gegen Rechtsextremismus, "um diesem unerträglichen Spuk Einhalt zu gewähren". Einem Aufruf von Lindenberg folgend, den inzwischen zahlreiche Künstler und Personen unterschrieben haben, finden seit dem 4. Februar Konzerte mit namhaften Bands statt, die durch die gesamte Republik ziehen. Mit dem Berliner Konzert am Sonnabend, an dem Künstler wie Ben Becker, City, Nena, Die Söhne Mannheims und natürlich Udo Lindenberg und das Panikorchester teilnehmen, endet die Tournee.

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