Berlin : Über 60 Tonnen Munition im vergangenen Jahr entschärft

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Weit über 60 Tonnen alte Munition, Waffenteile, nicht explodierte Bomben und Granaten haben die Feuerwerker der Berliner Polizei im vergangenen Jahr entsorgt. Darunter waren auch 19 Großbomben mit einem Gewicht von mehr als einem Zentner. Zu 1052 Einsätzen mussten die Polizeifeuwerker 1999 ausrücken. Die alte Munition und die Bomben werden zum Sprengplatz im Grunewald transportiert und dort vernichtet. Heute beginnt die Aktion "Frühjahrsputz", bei der über mehrere Wochen die geborgene Munition gesprengt wird.

"Wir müssen leider befürchten, dass wir nach wie vor Bomben finden - wir wissen bloß nicht, wo sie liegen", sagte Hans-Jürgen Gembus, der beim Stadtentwicklungssenator für die Kampfmittelräumung zuständig ist. Nach wie vor werden alliierte Luftbilder ausgewertet, die Hinweise auf mögliche Blindgänger geben. Im vergangenen Jahr habe man 25 bis 30 verdächtige Stellen untersucht, aber nur in etwa zehn Prozent der Fälle werde man auch fündig, sagte Gembus. Nicht selten seien Blindgänger bereits unmittelbar nach dem Abwurf von deutschen Räumkommandos entschärft und beseitigt worden. Die Einschlagstellen seien aber noch heute auf den Luftbildern zu erkennen. Wieviel Blindgänger noch unerkannt im Berliner Boden liegen, darüber wagt niemand auch nur eine Schätzung.

Beim Stadtentwicklungssenator können sich auch Bauherren vergewissern, dass ihr Grundstück frei von Bomben ist. Die Überprüfung ist kostenfrei und dauert bis zu sechs Wochen. Zuständig ist das Referat Altlasten Kampfmittelbergung, das unter der Telefonnummer 90 12 45 39 zu erreichen ist.

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