Berlin : Über den Dächern von Berlin

Matt Damon drehte für „The Bourne Supremacy“ am Alexanderplatz eine Verfolgungsszene

-

Für die Orientierung im wirklichen Leben taugen Kinofilme nur bedingt. Man stelle sich nur die möglichen Folgen der gestern entstandenen Stuntszene für „The Bourne Supremacy“ vor: Gedreht wurde am Alexanderplatz, auf dem Dach eines Eckgebäudes nahe der OttoBraun-Straße, wo groß für die Spielbank geworben wird – allerdings für die am Potsdamer Platz. Wie viele unschuldige Touristen wird diese Szene wohl in die Irre leiten? Sie wähnen sich an dem einen Platz und stehen auf einem ganz anderen? Aber wie heißt es doch beruhigend auf der pompösen Werbetafel fürs schnelle Glück: „So viel Spaß muss sein.“ Davon hatte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit gestern jedenfalls eine ganze Menge, denn der durfte mittags auf dem Dach bei den Dreharbeiten zuschauen: Matt Damon samt Stunt-Double in voller Aktion, gehetzt von der CIA oder wem auch immer, und alles über dem Alexanderplatz. Ein Hubschrauber wäre da gut, aber der musste am Montag wegen Schneetreibens im Hangar bleiben, die Szene wird später vielleicht nachgedreht, auf dem Alex oder anderswo.

Der Klaus und der Matt haben sich offenbar gut verstanden. Plaudernd und scherzend kamen sie in einer Drehpause von ihrem Dach herunter, ließen sich geduldig von der Presse fotografieren und gaben Auskunft über ihr Befinden. Die Kälte in Berlin? Kann einen wie Damon, der aus Boston ganz anderes gewöhnt ist, nicht beeindrucken. „Für mich ist das warm – wie im Sommer.“ Natürlich lobt Damon die Stadt ausgiebig – „I love it. Great!“ – und bedauert nur, wegen des engen Zeitplans – „Wir drehen sechs Tage in der Woche“ – zu wenig davon gesehen zu haben. Wowereit wiederum lobt Damon, rühmt sein unkompliziertes Verhalten, freut sich natürlich schon von Amts wegen über diese große Hollywood-Produktion mitten in Berlin. Den Vorgängerfilm „The Bourne Identity“ hat er gesehen. Sein Urteil? „War gut.“ ac

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar