Berlin : Überfall auf Geldboten verhindert Polizei fasst drei Männer Waffenarsenal gefunden

Es war ein Tipp aus der „kriminellen Szene“ – durch ihn ist es der Polizei am Montag gelungen, einen geplanten Raubüberfall auf einen Werttransporter in Hohenschönhausen zu verhindern. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) nahm am Montag die drei Tatverdächtigen Marco R. (37), Sandro Z. (34) und Hans-Peter B. (56) in der Falkenberger Chaussee fest. Die arbeitslosen Männer aus Hennigsdorf wurden gestern einem Haftrichter vorgeführt. Alle drei schweigen.

In einem gestohlenen VW-Bus fanden die Beamten ein ganzes Waffenarsenal: Drei Splittergranaten, drei Maschinenpistolen, jeweils mit Magazinen und Munition und insgesamt mehr als 300 Patronen. Zudem hatten die Männer Gummimasken, Handschuhe, eine Schutzweste und einen Trennschleifer mit Benzinmotor bei sich.

Bereits seit sechs Wochen waren die Ermittler den Verdächtigen auf der Spur. Eine entscheidende Rolle spielte dabei der VW-Bus. Nach dem Diebstahl hatten die Männer ihn mit einem selbst gefertigten Nummernschild eines baugleichen VW-Busses präpariert, so dass bei einer Fahrzeugkontrolle vermutlich nicht aufgefallen wäre, dass der Wagen als gestohlen gemeldet ist.

Am Montag war es dann so weit: Zu dritt warteten die Tatverdächtigen in dem VW-Bus an der Falkenberger Chaussee. Hier führt die Route des Werttransporters entlang, der die Einnahmen verschiedener Geschäfte aus dem nahe gelegenen Linden-Center zur Zentralbank bringen soll. Offenbar plante das Trio, den Transporter zu rammen, die Geldboten mit den Waffen in Schach zu halten und die Rückseite des Transporters mit dem Trennschleifer aufzuflexen, um an die Geldbehälter zu kommen, erklärte gestern Chefermittler Manfred Schmandra. Als das SEK um 16.40 Uhr zugriff, seien die Täter „völlig überrascht“ gewesen. Die Ermittler prüfen nun, ob die Tatverdächtigen auch andere Taten – beispielsweise den Überfall auf einen „Brinks“-Werttransporter im vergangenen Sommer – verübt haben. Dabei war ein Bote erschossen worden. tabu

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