Überfall auf Geldtransporter : Raubmörder auf freiem Fuß

Im Fall des beim Überfall auf einen Geldtransporter getöteten 40-jährigen Wachmanns gibt es erste Hinweise: die mutmaßliche Tatwaffe wurde gefunden. Doch die drei Täter sind noch immer auf freiem Fuß.

Berlin - Gemeinsam mit einem 32-jährigen Kollegen wollte der 40-Jährige die Geldautomaten einer Sparkassen-Filiale am Hultschiner Damm auffüllen. Vor der Bank wurden die beiden Wachmänner, von denen jeder zwei Geldbehälter trug, von zwei bewaffneten Räubern abgepasst. Einer der Täter zog sofort eine Waffe und gab Schüsse auf die Wachmänner ab. Eine Kugel traf den 40-Jährigen in den Oberkörper, der noch vor Ort seinen schweren Verletzungen erlag. Sein Kollege konnte in Deckung gehen, ließ jedoch seine beiden Geldbehälter zurück. Er sowie der 43-Jährige im Transporter blieben unverletzt.

Die beiden Räuber flüchteten anschließend mit vier Geldkassetten und einem Auto, in dem ein Komplize der Beiden als Fahrer gewartet hatte. Bei dem Fluchtfahrzeug handelte es sich um einen "Audi A6", der am Samstag früh ausgebrannt im Brandenburger Ort Altlandsberg gefunden wurde. Nach Angaben des Raubdezernatsleiters des Landeskriminalamtes, Kriminaloberrat Manfred Schmandra, wurde inzwischen ein Revolver gefunden, bei dem es sich vermutlich um die Tatwaffe handelt. Zudem wurden auch eine Basecap und Handschuhe entdeckt.

Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Täter aus Brandenburg kommen. Dafür spreche der nahe der Stadtgrenze gelegende Tatort, die Flucht über das Autobahnkreuz Spreeau sowie die Fundstelle des Fahrzeugs.

Die Belohnung für Hinweise auf die Täter ist indes auf 35.000 Euro erhöht worden. Das betroffene Werttransportunternehmen "Brink's" habe zusätzlich einen Betrag von 30.000 Euro ausgelobt. Die Polizei hatte für Hinweise zur Ergreifung der Täter bereits 5000 Euro in Aussicht gestellt. Die Ermittler hoffen, dass sich angesichts der Höhe der Belohung "bei dem einen oder anderen die Zunge lockert", wie Schmandra sagte. (tso/ddp)

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