Übernahmekampf : Nur noch vier Bieter kämpfen um Landesbank

Die WestLB hat sich offenbar aus dem Kreis der Bieter für die zum Verkauf stehende Landesbank Berlin verabschiedet. Für die Commerzbank steht das Bieterverfahren dagegen im Fokus ihrer geplanten Zukäufe.

Berlin/Frankfurt/M. - Die Düsseldorfer Landesbank habe sich nach der Prüfung der Bücher und Gesprächen mit dem Management der LBB zu diesem Schritt entschlossen, teilte eine mit den Vorgängen vertraute Person der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires mit. Die WestLB wollte bislang keinen Kommentar zum Thema Landesbank Berlin abgeben. Offenbar sei die WestLB der Meinung gewesen, dass die zu erwartenden Synergieeffekte und Ertragspotenziale den Preis nicht rechtfertigten, so die mit den Vorgängen vertraute Person weiter.

Mit dem Ausstieg der WestLB würden noch vier Bieter verbleiben, darunter drei aus der öffentlich-rechtlichen Bankenlandschaft. Neben der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der BayernLB ist noch der Sparkassenverband DSGV im Rennen. Als einziges privates Institut nimmt an dem Bieterprozess noch die Commerzbank teil.

Commerzbank: Wir wollen wachsen

Die Commerzbank bekräftigte ihr Interesse. Der Fokus für Zukäufe in Deutschland liege "derzeit auf der Landesbank Berlin", sagte Finanzvorstand Eric Strutz in einer Telefonkonferenz. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Insgesamt bekräftigte Strutz die Strategie der Commerzbank: "Wir wollen wachsen." Dafür würde auch Geld in die Hand genommen und Akquisitionen getätigt, wenn sie sinnvoll seien.

Das Land Berlin muss auf Grund einer Entscheidung der EU-Kommission seinen 81-prozentigen Anteil an der Landesbank Berlin - der ehemaligen Bankgesellschaft - verkaufen. Dies war Auflage bei der Genehmigung von Milliardenhilfen für die in eine Schieflage geratene Bankgesellschaft. Zur LBB gehört auch die Berliner Sparkasse mit knapp zwei Millionen Kunden. (tso/ddp)

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