Berlin : Uhlandstraße: Ab 2002 wird umgebaut

CD

Umbaupläne für einen Teil der Uhlandstraße hat jetzt Baustadtrat Alexander Straßmeir (CDU) vorgelegt. Der wenige hundert Meter lange Abschnitt beginnt nördlich am Hohenzollerndamm und reicht südlich bis in den Block zwischen Güntzel- und Berliner Straße. Da ohnehin Sanierungsarbeiten nötig sind, hatte das Bezirksamt bereits in den vergangenen Monaten mit Anwohnern und Mitgliedern der Händlergemeinschaft "Uhland-District" diskutiert. Viele der Ideen flossen in das Konzept ein, dem die BVV noch zustimmen muss. Die Arbeiten sollen von 2002 bis 2003 dauern und 1,07 Millionen Euro kosten.

Gemäß einer Forderung der Händler will Straßmeir die Bürgersteige um 50 Zentimeter auf fünf Meter verbreitern lassen. Außerdem ist eine zweite Baumreihe vorgesehen. Der Mittelstreifen soll dagegen fast überall verschwinden - außer an den Kreuzungen zum Hohenzollerndamm und zur Güntzelstraße, wo er zu Gunsten der Fußgänger an den Ampeln erhalten bliebe. Als weitere "Querungshilfe" sind an einer Stelle Ausbuchtungen der Gehwege geplant.

Für die vielfach geforderten Radwege ist die Straße nach Meinung des Baustadtrats zu eng. Er denkt aber an Sonderstreifen mit gepunkteten Linien auf der Fahrbahn. Diese "Fahrradsangebotsstreifen" (so die amtliche Bezeichnung) stehen auch Autos zur Verfügung, solange darauf kein Radfahrer unterwegs ist. Statt der Parkplätze auf dem Mittelstreifen und längs der Bürgersteige sieht das Konzept nun Quer-Parkplätze vor. Insgesamt sind in diesem Abschnitt der Uhlandstraße 68 Stellplätze geplant. Im Vergleich zum Status quo sind das rund 25 weniger. Veränderungsbedürftig findet Stadtrat Straßmeir auch die Beleuchtung. Bisher hängen Lampen an Drahtseilen, künftig soll es Laternen geben. Deren Gestaltung steht allerdings noch nicht fest.

Eine Forderung der Fraktion Bündnis 90 / Grüne nach mehr Grünflächen fand im BVV-Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr am Dienstagabend keine Mehrheit. Viele Verordnete stimmten mit dem Baustadtrat darin überein, dass der Platz dafür nicht genüge. Außerdem werde die Straße bereits durch die geplanten Baumpflanzungen stärker begrünt.

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