• Umbau des Olympiastadions: Vergabekammer bestätigt Vertrag - Senator Strieder und die Walter Bau-AG rechnen mit baldigem Beginn der Arbeiten

Berlin : Umbau des Olympiastadions: Vergabekammer bestätigt Vertrag - Senator Strieder und die Walter Bau-AG rechnen mit baldigem Beginn der Arbeiten

C. v. L.

Mit einem raschen Beginn der Sanierung und Modernisierung des Olympiastadions rechnen Stadtentwicklungssenator Peter Strieder und die Walter Bau-AG, nachdem die Vergabekammer Berlin den Antrag des unterlegenen Mitbewerbers Hochtief auf ein Nachprüfungsverfahren zurückgewiesen hat. "Wir wünschen uns, dass es zu keinen weiteren Verzögerungen mehr kommt", erklärte Walter-Bau-Vorstand Hans-Jürgen Hecklau. Unter bestimmten Voraussetzungen könnne der ursprünglich geplante Ablauf und Zeitplan für die Bauarbeiten noch eingehalten werden. Ihr rechtzeitiger Beginn sei ein wichtiges Signal für die Bewerbung Deutschlands um die Fußball-WM.

Dagegen betonte Hochtief, der Nachprüfungsantrag sei lediglich aus formalen Gründen überraschend und ohne mündliche Verhandlung zurückgewiesen worden. Bei der Vergabekammer handele es sich um eine nachgeordnete Verwaltungssstelle des Senats. Gegen ihre Entscheidung sei die Beschwerde beim Kammergericht möglich. Hochtief wolle innerhalb der kommenden zwei Wochen die Begründung prüfen und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Die Kammer hat nach Angaben der Unternehmenszentrale von Hochtief bestätigt, dass vom Land gegen vergaberechtliche Verbote verstoßen wurde und unzulässig die finanzielle Risikoverteilung verändert worden ist. Deshalb hätte das Land Berlin das Vergabeverfahren bereits im September 1999 einstellen müssen. Wie berichtet, ist mit der Walter-Bau vereinbart worden, dass sie das Stadion für 473 Millionen Mark umbaut, dabei einen 90-Millionen-Kredit einbringt, der aus der Stadionpacht abbezahlt werden muss.

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