Umfrage : Berliner fordern mehr Geld für Bildung und Wirtschaft

Die große Mehrheit der Berliner will einer Umfrage zufolge im Land wieder etwas mehr Geld ausgeben.

Berlin - Zwar sind 82 Prozent der Berliner dafür, den Konsolidierungskurs der vergangenen Jahre fortzusetzen. Aber zugleich soll nach ihrem Willen mehr Geld in Bildung und die Wirtschaft investiert werden, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der "Berliner Zeitung" ergab. Die meisten Anhänger für diesen Kurs gibt es unter den Wählern der SPD (91 Prozent), der Grünen (88 Prozent) und der Linkspartei (86 Prozent).

Nur sechs Prozent der Berliner sind demnach dafür, als Reaktion auf die Niederlage in Karlsruhe mit der Klage um Bundeshilfen noch rigoroser zu sparen und keinerlei neue Ausgaben mehr zu machen. Fast jeder 10. Berliner spricht sich dafür aus, jegliche Haushaltsdisziplin aufzugeben und den Sparkurs komplett zu lockern und in allen Bereichen wieder mehr Geld auszugeben.

Die Mehrheit der Berliner ist der Umfrage zufolge für die Einführung von beitragsfreien Kitas. Von Januar 2007 an soll das letzte Kita-Jahr vor der Schule die Eltern im Land Berlin nichts mehr kosten. Mit dem Jahr 2010 und dem Wahljahr 2011 sollen dann auch die beiden übrigen Kita-Jahre kostenfrei werden. 52 Prozent der Befragten finden das in Ordnung. Allerdings lehnt auch jeder 5. Berliner ab, die Eltern ganz von der Kita-Pflicht zu befreien. (tso/ddp)

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