Berlin : Umfrage: SPD verliert in der Wählergunst Bundestrend schlägt auch in Berlin durch

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Wären am Sonntag Wahlen, würden die Berliner die Sozialdemokraten abstrafen – vor allem auf Bundesebene. Nur 25 Prozent der Stimmen würde die SPD in Berlin bei Bundestagswahlen erhalten, das sind 12 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2002. Die CDU hingegen gewänne acht Prozentpunkte hinzu und käme auf 34 Prozent. Wenn die Berliner am Sonntag auch bei vorgezogenen Abgeordnetenhauswahlen zur Urne schreiten müssten, erränge die SPD nur noch 26 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratestdimap im Auftrag der RBB-Abendschau.

Bei der repräsentativen Studie wurden 1000 Berlinerinnen und Berliner Anfang der Woche gefragt: Wenn am Sonntag Wahlen wären, welcher Partei würden Sie ihre Stimme geben?

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus ergibt sich folgendes Bild: Die SPD kommt auf 26 Prozent, die PDS auf 17 Prozent. Bei diesem Ergebnis könnte Rot-Rot nicht mehr allein, sondern nur mit Unterstützung anderer weiterregieren, sagte Institutsleiter Richard Hilmer der Abendschau. In Frage kämen die Grünen, sie erhielten bei der Umfrage 13 Prozent. Die FDP käme bei einer Abgeordnetenhauswahl auf 9 Prozent. Die CDU würde 30 Prozent der Wählerstimmen erringen. Nur jeder Dritte würde aber tatsächlich lieber jetzt als im Herbst 2006 sein Kreuz machen. Und das, obgleich 72 Prozent der Befragten „weniger oder gar nicht zufrieden“ sind mit der Arbeit des Senats.

Bei einer Bundestagswahl ergäbe sich in Berlin folgendes Verhältnis: Ein Minus für die Grünen (12 statt 15 Prozent). Die PDS legte von 11 auf 14 Prozent zu, die FDP von 7 auf 10 Prozent. Auch in Brandenburg läge die CDU vorn. Die Union käme auf 33, die SPD auf 31 Prozent, die PDS auf 23 Prozent. Bei der Landtagswahl 2004 war die Union nur drittstärkste Kraft hinter SPD und PDS. kög/thm

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