Berlin : Umschalten von Premiere auf Viva Senat will Musiksender nach Berlin holen

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Nach der Entscheidung des Fernsehsenders Premiere, nicht von München nach Berlin umzuziehen, hofft die Hauptstadt jetzt auf einen anderen Sender: den Kölner Musikkanal Viva. „Viva ist für uns ein sehr interessantes Thema“, sagt Christina Hufeland, Sprecherin der Wirtschaftsförderung Berlin International. Die GmbH unterstützt im Auftrag des Senats Investoren beim Umzug nach Berlin. Seitdem Viacom, die amerikanische Muttergesellschaft von MTV, im Juni die Übernahme von Viva angekündigt hatte, wird über einen Standortwechsel spekuliert. Womöglich fällt schon bald die Entscheidung, da Viacom Ende Oktober die Weichen für die deutsche Senderfamilie stellen will. Viva beschäftigt derzeit 546 Mitarbeiter.

Mit MTV, Universal und der Musikmesse Popkomm sind in den vergangenen Jahren wichtige Akteure der Musikbranche an die Spree gekommen. Ein Umzug von Viva, etwa zu MTV am Osthafen, wäre da „irgendwie logisch“, sagt Hufeland. Doch zum Stand der Bemühungen wollen sich Wirtschaftsförderung und Senat nicht äußern – auch um die Gespräche nicht zu gefährden. Schließlich musste Berlin zuletzt Rückschläge einstecken: Premiere bleibt in München und Warner Music entschied sich im März, nicht von Hamburg nach Berlin zu wechseln. Offiziell hat sich auch Viacom noch nicht entschieden: „Es liegt auf der Hand, dass abgecheckt wird, ob Viva nach Berlin kommt“, sagte ein Unternehmenssprecher. „Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.“ avi

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