Berlin : Umstieg leicht gemacht

Ole Meiners

Die Installation der Set-Top-Boxen ist einfach, auch Laien sollte der Sprung ins digitale TV-Zeitalter gelingen. „Viele Zuschauer sind total verunsichert“, berichtet Ali Ekmekciler, Verkaufsleiter bei Saturn in Steglitz, „die Aufregung ist aber gar nicht nötig.“ Seit November ist DVB-T „on air“, mit Lieferengpässen rechnet der Händler nicht.

Anschauen: Vor dem Gang zum Händler sollten Sie einen Blick auf die Rückseite Ihres Gerätes werfen. Hat der Fernseher einen freien Scart-Anschluss (länglicher Stecker mit zweimal zehn Buchsen), kann die Set-Top-Box dort angeschlossen werden. Auch ältere Geräte lassen sich DVB–T-fit machen: Über einen HF-Modulator in der Box. Für Zimmerantennen gibt es im Handel spezielle Ausführungen für die neue TV-Norm. Der Anschluss an die bereits vorhandene Dachantenne verspricht die größte Programmausbeute.

Einkaufen : Die derzeit günstigste Set-Top-Box kostet 179 Euro, ein Scart- Kabel ist nicht grundsätzlich inbegriffen. Wer die digitale Tonqualität über die Hifi-Anlage genießen will, sollte ein entsprechendes Audio-Kabel mitkaufen.

Abwarten: Wer auf das digitale ÜberallFernsehen – noch – verzichten kann, wird sich demnächst über fallende Preise und mehr Auswahl freuen: „Einige Fernseher werden sich aufrüsten lassen mit DVB-T- Steckkarten“, sagt Ekmekciler, „für den Zuschauer heißt das: nur ein Gerät, nur eine Fernbedienung, aber alle Programme.“ Die Händler erwarten noch diesen Monat weitere, leistungsstärkere Zimmerantennen und hoffen auf baldige Lieferung von TV-Geräten, die die digitalen Fähigkeiten schon integriert haben, und auf Twin-Receiver, die Fernseher und Videorekorder getrennt versorgen können.

Erweitern: Zum 1. März und nochmals im Spätsommer nehmen weitere Sender den Betrieb des „Überall-Fernsehens“ auf, darauf müssen auch die Set-Top-Boxen eingestellt werden. In der Menüführung der Boxen findet sich der Befehl „nach neuen Sendern suchen“.

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