Umstrittenes Flüchtlingsheim in Hellersdorf : Info-Heft für Anwohner

Der Bezirk geht auf die besorgten Anwohner zu und veröffentlicht ein Booklet, in dem gesammelte Fragen zu Flüchtlingsheimen und zum Asylrecht beantwortet werden. Unterdessen kehrt unter den Flüchtlingen in Hellersdorf so etwas wie ein Alltag ein.

Auf 16 Seiten klärt der Bezirk Marzahn-Hellersdorf über das neue Flüchtlingsheim auf: Ein neues Booklet, im Internet und auf Papier einzusehen, sammelt die Fragen der Anwohner zu der umstrittenen Notunterkunft in der Carola-Neher-Straße. Sie reichen von den Grundsätzen des Asyls bis hin zu Sicherheitsbedenken. Rund zwei Wochen nach dem Einzug der ersten rund 150 Flüchtlinge in das Asylbewerberheim will der Bezirk die Diskussion endlich versachlichen – und wieder Ruhe in den Kiez bringen.
Inzwischen hat sich die Lage vor Ort nach Ansicht von Polizei und Bezirk entspannt. Das teilte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle mit. Auch im Heim sei nun der Alltag eingekehrt, sagte dessen Leiterin, Martina Wohlrabe. Die Stimmung unter den Bewohnern sei gut. Viele der Flüchtlinge stammen aus den Ländern Afghanistan, Syrien und Pakistan.

Für die 50 Kinder der Flüchtlinge im Heim wird vom Bezirk bereits der Schulunterricht organisiert. In den kommenden Monaten sind dann umfangreiche Ausbauarbeiten im Haus geplant. Nach deren Abschluss sollen dann rund 400 Menschen in dem Gebäude Platz finden. (Tsp)

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