Berlin : Umtauschtag: E-Day ist am 17. Dezember

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Wie lange kann ich meine D-Mark noch verwenden? Muss ich der Bank sagen, dass sie mein Konto auf Euro umstellen soll? Und wie sieht das Geld aus, mit dem wir ab 2002 bezahlen? Solche Fragen im Zusammenhang mit der Euro-Einführung am 1. 1. 2002 werden auf einer neuen Internetseite beantwortet. Die Industrie- und Handelskammer, das Land Berlin und andere Institutionen wie die Verbraucherzentrale haben sich zusammengetan, um Wissenslücken in Sachen Euro aufzufüllen.

Im Internet gibt es einen Währungsumrechner, der alle teilnehmenden Währungen per Mausklick in Euro umrechnen kann, Hinweise zu Bankgeschäften und Abbildungen der neuen Münzen und Scheine.

Ab dem 17. Dezember kann man die neuen Münzen auch anfassen. Dann wird es in den Banken zugehen wie am 21. Juni 1948 zur Währungsreform, als jeder die ersten 40 D-Mark in den Händen hielt: Wer einen 20-Mark-Schein zum Schalter trägt, bekommt seine ersten Euros: 10 Euro und 23 Cent für jeden. Das soll dazu dienen, dass sich alle die neuen Münzen schon einmal anschauen und damit auch in der Lage sind, Fälschungen zu erkennen. Bezahlen kann man mit dem Geld aus dem Start-Set aber erst zum offiziellen Euro-Start am 1. 1. 2002.

Wer die neuen Münzen studiert hat, weiß aber trotzdem nicht genau, wie das Wechselgeld in einem Jahr aussehen wird. Denn die Rückseite gestaltet jedes Land selber: Die Niederländer behalten ihre Königin, die Österreicher schmücken ihre Münzen mit Mozart, und der deutsche Euro trägt auf der Rückseite den Bundesadler.

Die neuen Internetseite zeigt allerdings nur die deutschen Münzen. Auch das Start-Kit von der Bank besteht nur aus deutschen Geldstücken. In der Praxis wird es aber bunt durcheinander gehen: Dann wird man in den Geschäften auch die Münzen und Scheine anderer EU-Länder bekommen.

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