Umwelthilfe : 20 Cent Müll-Abgabe pro Kaffebecher - "notwendig"

Eine Steuer auf Kaffeebecher und Pizzapappen von 10 bis 20 Cent pro Stück. Da käme bei geschätzt 280 Millionen Kaffeebechern pro Jahr in Berlin 56 Millionen Euro zusammen - die Umwelthilfe findet es gut.

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Um es kurz zu machen: Müll.
Um es kurz zu machen: Müll.Foto: dpa

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat sich der Forderung von Umweltpolitikern aus SPD und CDU nach einer Abgabe für Kaffeebecher angeschlossen. Die ins Gespräch gebrachten 20 Cent pro Becher seien "notwendig, weil eine Flut von jährlich mehr als 2,8 Milliarden Coffee to go-Bechern den öffentlichen Raum erheblich verschmutzt, unnötig Abfälle hervorbringt und wertvolle Ressourcen vergeudet."  Jedes Jahr fielen in Deutschland mehr als 28.000 Tonnen der Coffee to go-Becher als Abfall an. Allein in Berlin seien es täglich mehr als 325.000 Pappbecher. Da hier das Problem besonders groß sei, würde die Abgabe besonders viel bringen und hätte obendrein Signalwirkung.

Wie effektiv eine Abgabe sein könne, hat sich nach Ansicht von DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch in Irland gezeigt: Dort sei der Verbrauch von Plastiktüten von 328 Stück pro Kopf und Jahr auf 16 gesunken, also um gut 95 Prozent. 

Wie berichtet, hatten Umweltpolitiker von SPD und CDU, Daniel Buchholz und Danny Freymark, einen ungewöhnlichen Vorstoß gewagt: Eine Steuer auf Kaffeebecher und Pizzapappen von 10 bis 20 Cent pro Stück. Da käme bei geschätzt 280 Millionen Kaffeebechern pro Jahr in Berlin (laut Verbraucherzentrale) ein hübsches Sümmchen zusammen: 56 Millionen Euro, bei 20 Cent pro Becher. Daniel Buchholz würde das zusätzliche Steuergeld zweckgebunden einsetzen. In der Diskussion ist derzeit ohnehin, dass die Stadtreinigung sich künftig auch um den Müll in Grünanlagen kümmert, weil die Bezirke dafür kein Geld und Personal habe.

Lesen Sie mehr über Umweltschutz heute im Tagesspiegel: Vor einem Jahr wurden die Altglastonnen aus den Höfen abgezogen - jetzt gibt es Ärger. Denn die eingesammelte Glasmenge ist erheblich zurückgegangen. Wo sind die Flaschen gelandet?

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Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten Bilder aus dem hippen/dreckigen/juten, alten Neukölln (je nach Alter und Herkunft).Und stellen zwei knifflige Fragen: In welchem Ortsteil steht das Karstadt am Neuköllner Hermannplatz? Genau, in Kreuzberg (der Bürgersteig ist die Grenze, das überragende Dach gehört zu Neukölln). Und wer sind die beiden Figuren in der Mitte? Das "tanzende Pärchen" steht dort seit den 80ern, erschaffen wurde es von Joachim Schmettau und drehte sich früher sogar mal. Moment: Joachim Schmettau ... Schmettau? Ja, genau, das ist auch der Mann vom markanten Wasserklops am Europa-Center.Weitere Bilder anzeigen
1 von 96Foto: Kitty Kleist-Heinrich
14.01.2016 08:38Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten...
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