Berlin : Umweltstadtrat warnt vor Panikmache in Gropiusstadt - die Luft würde nicht belastet

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Umweltstadtrat Heinz Buschkowsky (SPD) warnt vor einer Panikmache im Hinblick auf die asbesthaltigen PVC-Bodenbeläge in Wohnungen der Gropiusstadt. Das Umweltamt des Bezirks habe in drei der Wohnungen Luftmessungen vorgenommen, bei denen keine außergewöhnliche Faserkonzentration festgestellt worden sei. Die Messergebnisse hätten mit 100 Fasern pro Kubikmeter weit unter dem zulässigen Grenzwert von 500 Fasern gelegen, sagte Buschkowsky. Er wies darauf hin, dass Asbestfasern in der normalen Atemluft vorkomme. Die Wohnungen seien "keineswegs asbestverseucht".

Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass die graublau melierten "Flexplatten" in Wohnungen der Gropiusstadt liegen. Laut Bezirksamt wurden die Bodenplatten in den 60er und 70er Jahren beim Wohnungsbau häufig verlegt. Die Platten enthalten rund 15 Prozent "stark gebundenes" Asbest. Eine Gefahr besteht Fachleuten zufolge allerdings, wenn sie durchbohrt oder beschliffen werden, weil dann Asbeststaub freigesetzt werden könnte. Als gefährlich gilt Spritzasbest, der beispielsweise im "Palast der Republik" verbaut wurde. Er enthält bis zu 90 Prozent Asbest.

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