Umzug : Skulpturen aus Lapidarium ziehen in Zitadelle

Die Skulpturensammlung des Lapidariums am Halleschen Ufer in Kreuzberg kommt in die Spandauer Zitadelle. Damit wird das Figurenensemble wieder zusammengeführt, mit dem die Gründung Berlins um 1230 veranschaulicht werden sollte.

Am 6. Mai sei Umzugstag für die insgesamt 26 Skulpturen aus der Wilhelminischen Zeit, darunter die „Berlingründer“ Markgraf Johann I. und Markgraf Otto III. Das teilten das Bezirksamt und die Zitadelle Spandau am Dienstag mit.

Die 26 Skulpturen ließ Kaiser Wilhelm II. von 1898 bis 1901 auf der damaligen Siegesallee im Tiergarten aufstellen. Nach ihrer Restaurierung werden die Denkmalgruppen den Angaben zufolge auf der besterhaltenen Renaissancefestung Europas der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Im Proviantmagazin sollen sie Bestandteile einer neuen Dauerausstellung mit dem Titel „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ werden. Vorgesehen ist, dass die Ausstellung ab 2012 mit zahlreichen Denkmälern, die zu verschiedenen Zeiten das Stadtbild prägten, deutsche Geschichte illustrieren.

Am 6. Mai werden die Skulpturen am Vormittag am ehemaligen Kreuzberger Pumpwerk auf einen Tieflader gehoben. Gegen Mittag soll die Tour beginnen. Auf der Fahrt von Kreuzberg nach Spandau seien kurze Zwischenstopps von rund zwei Minuten vor dem Schloss Charlottenburg und an der Straße des 17. Juni geplant, teilten die Organisatoren am Dienstag mit. Voraussichtlich gegen 14 Uhr werden die Figuren auf der Zitadelle ankommen. ddp

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