Berlin : Und dann nichts wie raus zum Wannsee

Bei strahlend blauem Himmel strömten die wintermüden Städter massenweise ins Grüne

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Alle Wetter! Das war nicht übel, und so geht es auch erst mal weiter: strahlend blauer Himmel, morgens noch recht frostig, aber im Verlauf des Tages stadtweite Temperaturen um acht Grad – eine Ahnung von Frühling machte sich gestern breit, ließ die Städter scharenweise ins Freie strömen. An der Potsdamer Chaussee in Zehlendorf reihte sich schon gegen Mittag Wagen an Wagen, gefüllt mit Sonnenhungrigen, die sich am Ufer der Havel ergötzen und hinterher in den Ausflugslokalen laben wollten. „Der Laden ist voll“, meldete mittags „Loretta am Wannsee“.

Angesichts der erfreulichen Temperaturen wird es manchen überrascht haben, dass auf dem Wannsee noch immer Übermutige die Tragkraft der Eisdecke erprobten und die Babelsberger Parklandschaft weitgehend weiß war. Hin und wieder trieben sogar Enten im Stehen vorbei, energiesparend auf dünnen Schollen.

Heute geht es so weiter, versprach Thomas Globig vom Wetterdienst Meteomedia. Bis zu neun Grad im Schatten könnten es werden. Erst Mitte der Woche drehe der Wind wieder von Süd auf Ost, kühlere Luft werde dann durch die Stadt gepustet, später sollen Wolken folgen. Aber Regen, gar Schnee sind vorerst nicht zu befürchten.

Auch im Zoo und Tierpark dürfen wohl wieder viele Tiere ins Freie, wie schon am Wochenende. Nur die Langbeiner, Giraffen vor allem und Antilopen, müssen sich noch etwas gedulden. Die Gehege sind teilweise noch vereist, da könnten sie sich verletzen, berichtet dpa. Auch die Pflanzenwelt rappelt sich langsam aus dem Winterschlaf auf – mit einiger Verspätung wie die Zaubernuss, die sonst schon im Januar gelbe Tupfer in die Gärten setzt. Auf die Forsythien dagegen muss man noch warten. ac

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