Berlin : Und Tim Raue kehrt zurück

Foto: Kai-Uwe Heinrich
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Selbstverständlich ruht sich Berlins Lieblings-Küchenchef Tim Raue nicht auf seinen frischen Zwei-Sterne-Lorbeeren aus, das war ja klar. Der Mann ist Besitzer einer wertvollen Marke, und deshalb wagt er im Frühjahr ein pikantes Comeback: Er kehrt als Berater zurück ins Adlon und übernimmt die Aufsicht im „Uma“ in der Behrenstraße in Mitte, seiner ehemaligen Wirkungsstätte mit dem antiken chinesischen Pferd und der üppig fernöstlichen Ausstattung. Der Name wird sich allerdings wohl ändern.

Lustig ist diese Wende deshalb, weil Raue dort ja im Unfrieden geschieden war. Damals wurde das Restaurant direkt von der Jagdfeldschen Adlon-Holding geführt, hatte also mit dem Kempinski-Hotel nur räumlich zu tun. Doch nach Raues rauem Ausstieg ging es zügig bergab, das immer wieder nachjustierte Konzept einer asiatischen Für-jeden-etwas-Küche funktionierte nicht, und als jetzt der neue Vertrag zwischen Jagdfeld und Kempinski geschlossen wurde, landete das „Uma“ plötzlich auf der Kempinski-Seite. Es wird also künftig vom Hotel und dessen General Manager Oliver Eller geführt. Und der musste für ein modernes thai-japanisches Konzept nicht lange nach einem geeigneten Inspirator suchen. Die Adlon-Holding betreibt nun nur noch Felix, Petit Felix und den China-Club.

Eröffnet wird das neue Restaurant voraussichtlich am 1. April. Raue bleibt natürlich hauptsächlich Küchenchef und Gastgeber in seinem Kreuzberger Restaurant. Aber auch in der City West hat er Fernöstliches vor: Die Rede ist von authentisch kantonesischer Küche. Und einem Bistro... bm

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