Berlin : Unfall bei Blaulichtfahrt – Fußgänger starb

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700 000 Funkwageneinsätze gibt es pro Jahr, jetzt endete einer tödlich. Auf der Fahrt zu einem Ehestreit in Marienfelde rammte am Dienstagabend ein Polizeiauto beim Linksabbiegen ein entgegenkommendes Auto. Durch den Aufprall schleuderte der VW auf den Bürgersteig und erfasste dort einen 65-jährigen Fußgänger. Peter M. wurde von dem VW auf der Kreuzung Hildburghauser / Waldsassener Straße gegen einen Zaun gedrückt, er starb im Krankenhaus.

Die Funkstreife war mit Blaulicht und Sirene unterwegs, weil ein Mann gedroht hatte, seine Frau umzubringen. Mit Blaulicht und Martinshorn hat ein Polizeiauto zwar das sogenannte „Wegerecht“ – aber keinen Freibrief. Polizisten dürfen nur dann eine rote Ampel überfahren oder anderen die Vorfahrt nehmen, wenn klar ist, dass der Gegenverkehr wirklich stoppt. Nun wird der Datenspeicher des Polizeiautos ausgewertet.

In der Vergangenheit hatte es mehrere tödliche Unfälle mit Funkstreifen gegeben, meist ein oder zwei pro Jahr. 2005 hatte die Polizeiführung eine Kampagne gestartet, um die Zahl der Unfälle zu senken. In allen Streifenwagen warnen Aufkleber seitdem mit den Worten „Stoppt Unfälle“ zur Vorsicht, allen Fahrzeugpapieren wurden Broschüren beigelegt und in den Dienststellen Plakate aufgehängt. Wenige Tage nach Start dieser Kampagne war ein Motorradfahrer beim Zusammenstoß mit einem Polizeiauto getötet worden. Leitende Beamte hatten anschließend scharf die Fahrweise mancher Beamter kritisiert, mit denen der „Jagdinstinkt“ durchgehe. Ha

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