• Unglücke bei Betriebsfesten sind versichert Sturz auf Weihnachtsfeier gilt als Arbeitsunfall

Berlin : Unglücke bei Betriebsfesten sind versichert Sturz auf Weihnachtsfeier gilt als Arbeitsunfall

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Das Urteil des Sozialgerichts kommt zur richtigen Jahreszeit: Ein Sturz bei einer Weihnachtsfeier kann als Arbeitsunfall anerkannt werden. Eine 55-jährige Jobcenter-Mitarbeiterin, die sich vor zwei Jahren mit Kollegen in einem Bowlingcenter zur Weihnachtsfeier getroffen hatte, war dort gestolpert und hatte sich ein Bein gebrochen. Die Unfallkasse Berlin lehnte ab, den Sturz als Arbeitsunfall anzuerkennen. Zu Unrecht, befand am Donnerstag das Sozialgericht. Denn je nachdem wie das Fest organisiert ist, gilt Feiern dem Gesetz nach als Arbeit. Und in diesem Fall sah das Gericht die Kriterien erfüllt, die durch die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts gedeckt sind. Dazu zählt unter anderem, dass der Chef die Feier billigt und fördert. Wichtig ist auch, dass alle Mitarbeiter des Betriebes oder bei größeren Unternehmen einer Abteilung teilnehmen können.

Aber nicht jede Betriebsfeier genügt den Kriterien. Zu einem anderen Urteil waren die Sozialrichter vor einigen Jahren gekommen. Damals hatten Polizisten ihre Weihnachtsfeier in einer Skihalle begangen. Eine Polizistin brach sich die Schulter. Kein Arbeitsunfall, befand das Gericht. Die Feier sei nicht vom Chef gebilligt worden. Es habe sich um eine private Kollegenfeier gehandelt. Denn bei der Polizei gibt es Regelungen für Betriebsausflüge, die die Mindestanzahl von Teilnehmern festschreiben. Ebenfalls nicht als Arbeitsunfall wertete das Gericht vor einer Woche den Unfall eines Ein-Euro-Jobbers. Mit Kollegen hatte er den Abschied von einem Förderprojekt mit einem Essen gefeiert. Auf der Rückfahrt fiel er und brach sich einen Wirbel. Da die Angestellten die Feier organisiert hatten, sei es keine Betriebsveranstaltung gewesen, urteilten die Richter. Sigrid Kneist

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