Berlin : United Space Parade: Vom anderen Stern

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Mondautos, Spaceshuttles, Raumschiffbesatzungen und Aliens eroberten am Sonnabend Marzahn: Rund 500 Mädchen und Jungen tauschten ihre Alltagskleidung gegen Fantasiekostüme und marschierten bei United Space Parade mit. Sie trugen gold- und silberglänzende Röcke, Masken, flimmernde Perücken, und manch einer hatte aus einer Mülltüte einen Raumanzug gefertigt. Während sich die geschmückten Wagen vom Marzahner Freizeitforum Richtung Landsberger Allee in Bewegung setzten, wurde getrommelt, gejohlt und gepfiffen. Die rhythmischen Klänge hallten in der Kulisse der Plattenbauten lange nach. Immer wieder ertönten einstudierte Schlachtrufe. "Füchse an Erde, Füchse an Erde", rief die "Besatzung" der Grundschule am Fuchsberg in die Menge. Dabei ließen die Kinder ihre Rasseln wirbeln.

Mit dem wohl spektakulärsten Gefährt traten Jugendliche vom berufsorientierten Projekt "Sprungbrett" an. Ein Trabi zog die nachgebaute russische Trägerrakete "Proton" hinter sich her. Wochenlang hatten die Marzahner an dem 13 Meter langen Rumpf gewerkelt. "Erst am Vorabend der Parade konnten wir die letzte Farbe auftragen", sagte Lehrausbilder Dirk Gaza. Seit dem ersten Umzug vor drei Jahren ist das Team dabei. "Es macht Spaß, sich auf die Parade vorzubereiten und gemeinsam durch die Straßen zu ziehen", sagte ein junger Mann.

Genau das will der Initiator des Spektakels, der Verein Kids & Co, erreichen. "Kreativität, Freude und Fantasie sollen im Vordergrund stehen", sagte Vereinsvorsitzende Steffi Märker. Es gibt aber jedes Mal ein anderes Motto. Am Sonnabend hieß es: "Her mit der Zukunft - ein Fest der Nationen". Nach der etwa zweistündigen Parade ging direkt vor dem Freizeitforum Marzahn noch ein Fest über die Bühne. Mitglieder des Space Clubs luden in ein Modell der internationalen Raumstation ISS ein.

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