Berlin : Unter eigenem Müll begraben: „Messie“ lag tot in Wohnung

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Der Briefkasten quoll über, der Geruch aus seiner Wohnung war kaum noch zu ertragen. Deshalb rief eine Mieterin eines Hochhauses in der Mehrower Allee in Marzahn am Donnerstagabend die Polizei – schließlich hatte sie ihren Nachbarn Peter M. „ewig nicht mehr gesehen“. Als die Polizeibeamten gemeinsam mit der Feuerwehr die Wohnung mit einer Kettensäge aufbrachen, fanden sie den 70Jährigen tot im Flur liegend. Umgeben von lauter Müll und Schrott.

Peter M. war ein so genannter Messie, er litt unter dem „Vermüllungssyndrom“. Dies führte wohl auch zu seinem Tod. Zwischen dem kleinen Flur und der Badezimmertür blieb ihm nur noch ein kleiner Spalt, um zur Toilette zu gelangen. „Er musste auf dem Boden entlang robben, um aufs Klo zu kommen“, sagte ein Polizist. Peter M. soll zwischen dem Türspalt stecken geblieben sein. Dabei sei ein Teil des Mülls auf ihn gerutscht und habe ihn unter sich begraben.

Der Rentner sammelte in seiner kleinen Einzimmerwohnung „alles, was man sich vorstellen kann“, schilderte ein Ermittler: Zeitungen, Müll, Elektro-Schrott, Videokassetten. Bis zur Decke stapelte sich der Unrat. Die Polizei vermutet, dass Peter M. seit zwei bis möglicherweise sogar drei Monaten tot in der Wohnung lag. Der Leichnam war bereits mumifiziert. tabu

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