Unternehmen : Berlin und Bund einig über GSG-Verkauf?

Berlin und der Bund stehen einem Medienbericht zufolge vor einer Einigung über den umstrittenen Verkauf der Gewerbesiedlungsgesellschaft GSG. Die Firma soll für 400 Millionen Euro verkauft werden.

München/Berlin - Die Weichen für die Veräußerung des landeseigenen Unternehmens sollen am Dienstag bei einem Treffen im Bundeswirtschaftsministerium gestellt werden, berichtet das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus". Die GSG soll für 400 Millionen Euro an die luxemburgisch-tschechische Orco Property Group gehen.

Nach Angaben des "Focus" wird die EU-Kommission den Verkauf genau prüfen, weil der Bund dabei auf die Rückzahlung von rund 350 Millionen Euro Fördermittel für die GSG verzichten solle. Laut einer Entscheidung der Kommission von 2005 müsse vor dem Verkauf "zwingend eine Gewinnabschöpfung erfolgen".

Die Trennung von der GSG, die über rund 750.000 Quadratmeter Gewerbefläche verfügt, war in der rot-roten Koalition lange umstritten. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei/PDS) wollte das Unternehmen schon 2005 verkaufen, konnte sich aber nicht gegen die SPD durchsetzen. Erst nach dem Scheitern der Finanzklage Berlins in Karlsruhe einigten sich die Koalitionspartner. (tso/ddp)

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