Berlin : Unterricht contra WM: Nur wenige Schulen geben frei

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Angesichts des WM-Spiels Deutschland gegen Ecuador hoffen heute viele Schüler auf Freistunden. Tatsächlich hat zum Beispiel die sportbetonte Poelchau-Oberschule in Charlottenburg ihre Zeugniskonferenz vorverlegt. Damit haben die Lehrer ab 15 Uhr frei – und die Schüler bereits nach der fünften Stunde.

Doch laut Landesschülervertreter Jan Hambura ist dies die Ausnahme. Die Katholische Schule Liebfrauen in Charlottenburg, die er besucht, setze den Unterricht unverändert fort. Der 18-Jährige ist auch Vorsitzender des Kinder- und Jugendparlaments Charlottenburg-Wilmersdorf. Dieses fordert sogar Schulfrei während der gesamten restlichen WM. Nur so könne der Umgang mit Menschen aus aller Welt erlernt werden.

Die Mehrheit der Bezirkspolitiker lehnt diesen Antrag ab. Immerhin hält SPD-Fraktionschef Marc Schulte, der selber Lehrer ist, die Streichung einzelner Nachmittagsstunden für möglich und ratsam. „In der achten Stunde werden einige Schüler sehr unruhig.“ Die Schulverwaltung sieht wenig Chancen für Freistunden. Trotzdem hatten zumindest viele Grundschüler in den vorigen Tagen mehr Zeit für die WM: wegen Hitzefrei. CD

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