Unterschriftenaktion : Verein will Hallenbad in Pankow retten

Wer am Sonnabend ins Pankower Freibad geht, kann gleich für die Wiedereröffnung des benachbarten Hallenbads an der Wolfshagener Straße unterschreiben. Am Tag der Saisoneröffnung sammelt der Förderverein Schwimmhalle Pankow zwischen 11.30 und 13 Uhr Unterschriften für die Sanierung.

 Seit 2001 ist die marode Schwimmhalle geschlossen. Mit der Aktion wolle man Druck auf die Senatsinnenverwaltung machen, das Pankower Bad ins Bädersanierungsprogramm des Landes aufzunehmen, sagt Beate Schreiber, Schatzmeisterin des Vereins.

Die Renovierung des Bades würde vermutlich fünf Millionen Euro kosten, schätzt Schreiber. Den Betrieb sollen nach den Vorstellungen des Vereins die Berliner Bäder-Betriebe übernehmen, mit denen man im Gespräch sei. Zudem wolle man mittelfristig nach privaten Geldgebern suchen. Der laufende Betrieb könnte durchaus ohne Zuschüsse funktionieren, sagt Schreiber. Die Initiative hofft auf eine Entscheidung des Senats schon im Juni. Angesichts steigender Schülerzahlen in Pankow reiche die Schwimmhalle im Europasportpark fürs Schulschwimmen auf Dauer nicht aus, sagt Schreiber. Auch die Pankower Seniorenvertretung macht sich für eine Wiedereröffnung stark, weil Fahrtkosten etwa nach Buch und der Eintritt für viele Rentner zu teuer seien.

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und das Bezirksamt Pankow unterstützen das Projekt seit längerem – allerdings nur ideell. Die 1971 erbaute Halle umfasst ein 25-Meter-Becken, ein Nichtschwimmerbecken sowie einen Saunabereich im Untergeschoss. Alleine in der vergangenen Woche trug der Verein nach eigenen Angaben 1000 Unterschriften zusammen. wek

Weitere Informationen zum Förderverein im Internet:

www.volksbad-pankow.de

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