Unterstützung : Senatshilfe für Roma kostete 52.000 Euro

Die kurzzeitige Unterbringung der Roma-Gruppe im Spandauer Asylbewerberheim hat das Land Berlin gut 50.000 Euro gekostet. Sozialsenatorin Knake-Werner verteidigt die Ausgaben.

Sabine Beikler

BerlinDer Senat hat für die Unterbringung und Verpflegung der in Berlin gestrandeten Roma-Familien im Flüchtlingsheim in der Spandauer Motardstraße 26 000 Euro gezahlt. Das sagte Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Mehr als 100 Roma aus Rumänien wurden vom 29. Mai bis 11. Juni von öffentlichen Stellen in Berlin verpflegt. Für Hygieneartikel für Kleinkinder sowie spezielle Babynahrung waren 450 Euro notwendig. Die Kosten von Mediatoren, die der Senat und die Bezirke für die Beratung hinzugezogen hatten, beliefen sich laut Knake-Werner auf 1000 Euro.

Als „Rückkehrhilfe“ zahlte der Senat den 106 Mitgliedern der Roma-Familien insgesamt rund 25 000 Euro. Der erzielten Einigung mit der Sozialverwaltung entsprechend erhielten Erwachsene und Jugendliche jeweils 250 Euro, für jedes Kind wurden 150 Euro ausgezahlt. Das Geld bekamen die Roma in bar, um per Bus, Zug oder mit eigenen Autos zurück in ihre Heimat zu reisen.

Jetzt könnten die Menschen wieder für sich selbst sorgen, sagte Knake-Werner. Auf die Frage des CDU-Abgeordneten Kurt Wansner, ob künftig „alle rumänischen Touristen“ ihre Rückreise finanziert bekämen, antwortete die Linkspolitikerin, dass es sich in diesem Fall um eine „akute Notlage“ vor allem von Kindern gehandelt habe. Sie möchte aber auch das Signal senden, dass Menschen, die in einer Notlage seien, Hilfe in einer Stadt erwarten dürften. „Ich finde es für eine Metropole wie Berlin angemessen, humanitäre Hilfe zu leisten,“ sagte Knake-Werner. 

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