Unwetter : Feuerwehr ruft erneut Ausnahmezustand aus

Umgestürzte Bäume, Blitzeinschläge, Wasserschäden: Hauptsächlich im Süden Berlins hat das Unwetter am Dienstagnachmittag Schäden hinterlassen.

Berlin - Die Feuerwehr rief vorsorglich den Ausnahmezustand aus. Das ermögliche den Einsatzkräften, frühzeitig auf die Freiwilligen Feuerwehren zurückzugreifen und so schneller am Einsatzort zu sein, sagte ein Sprecher. Der Ausnahmezustand werde dann ausgerufen, wenn es zu einer Häufung von Einsätzen komme oder diese zu erwarten sei. Auch der Bahnverkehr war von dem Umwetter, besonders von Blitzeinschlägen, betroffen.

Die Gewitterfront erreichte zuerst den Süden Berlins. Dort fielen bis zu 13 Liter Regen pro Quadratmeter, wie Andrea Schöne vom privaten Wetterdienst MC-Wetter sagte. Sturmböen habe es nur vereinzelt gegeben - so eine der Windstärke acht in Potsdam.

Ins Stellwerk Grünau schlug ein Blitz ein

Am Nachmittag wurden laut Feuerwehr in der Stadt innerhalb einer halben Stunde mehr als 20 Wasserschäden gemeldet. Hinzu seien sechs Meldungen zu umgestürzten Bäumen oder herabgefallenen Ästen sowie zwei wegen schadhafter Bauteile an Häusern gekommen. Die Einsätze hätten sich zunächst auf den Süden der Stadt konzentriert. Vor allem Treptow und Friedrichshagen, später auch Neukölln und Kreuzberg waren betroffen. In Pankow schlug nach Angaben eines Feuerwehrsprechers ein Blitz in den Dachstuhl eines Hauses in der Klausthaler Straße ein. Nähere Details nannte der Sprecher zunächst nicht.

Auch in das elektronische Stellwerk Grünau schlug ein Blitz ein. Davon betroffen waren ab Dienstagnachmittag die Regionalexpress-Linie zwei zwischen Königs Wusterhausen und Ostbahnhof sowie die Regionalbahnlinie 14 zwischen Schönefeld und Ostbahnhof, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Beide wurden voraussichtlich für mehrere Stunden lahm gelegt. Ein Blitzschlag in Golm beeinträchtigte die Regionalbahnlinien 20 und 21. Zwischen Wildpark und Wustermark sowie Hennigsdorf und Potsdam konnten zunächst keine Züge verkehren, wie der Sprecher weiter sagte.

Bereits am Pfingstwochenende hatte die Feuerwehr an mehreren Tagen wegen schwerer Unwetter den Ausnahmezustand ausgerufen. (tso/ddp)

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