• "Urban 21": Öko-Sternfahrt zur Siegessäule - Das Kulturprogramm zur Städte-Konferenz

Berlin : "Urban 21": Öko-Sternfahrt zur Siegessäule - Das Kulturprogramm zur Städte-Konferenz

Thomas Loy

Yuppi sagt es nicht ausdrücklich, aber zwischen den Zeilen beansprucht das am Donnerstag präsentierte Urban-21-Rahmenprogramm in der Tempelhofer UFA-Fabrik den Status einer Expo 2000 en miniature. Statt Mensch, Natur, Technik heißt es bei Yuppi, dem UFA-Fabrik-Fossil, "Ökologie, Kultur, Gemeinschaft." Das Ganze nennt sich "ID 22", weil man dem Nachhaltigkeitsprogramm Agenda 21 "noch eins drauf setzen" wollte. Inhalt von ID 22 sind Paraden, Workshops und Ausstellungen zu neuen Energieformen, Stadterneuerung, Umweltaktionen und jede Menge Kultur. Dauern soll das Festival neun Tage.

Morgen, am 1. Juli, startet die "1. Berliner Wasser-Parade", verbunden mit dem "13. Solarboot-Cup". An der Parade können alle schwimmfähigen Objekte teilnehmen, die von Wind, Sonne oder menschlichen Extremitäten angetrieben werden. Startpunkt ist um 11 Uhr im Historischen Hafen in Mitte. Am Abend wird im Tempelhofer Hafen gefeiert. Zur Eröffnung hat sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin angekündigt.

Am nächsten Tag, 2. Juli, folgt die nächste Parade, diesmal zu Land. Mitmachen kann jeder, der Fahrrad, Rollschuhe, Skateboard, Rikscha, Roller, Rollstuhl, Rapsöl- oder Solarauto besitzt. Von sechs Startpunkten aus führt die Parade ab 9 Uhr sternförmig zum Treffpunkt Siegessäule (13 Uhr), und vor dort weiter zur UFA-Fabrik. (Genauer Ablauf unter www.gruene-radler-berlin.de)

In der nächsten Woche gibt es Konferenzen und Workshops, unter anderem die "Net-Days" mit einer virtuellen Reise zur Expo nach Hannover. Unter dem Arbeitstitel "Local Heroes" treffen sich Stadtteilbewegungen, Mieterinitiativen sowie Umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen aus verschiedenen Ländern. Eine Ideen-Werkstatt kümmert sich speziell um Perspektiven für den Tempelhofer Hafen.

Die ganze Woche über laufen Filmvorführungen, Partys und Shows mit Straßenkünstlern, Akrobaten und Tänzern - wie man es von der UFA-Fabrik nicht anders kennt. Der Schirmherr von ID 22 ist Stadtentwicklungssenator Peter Strieder. Er warb noch einmal für die "Weltkonferenz" und für Berlin als "gemischte Stadt", die man anders organisieren müsse als es etwa in den USA geschehe. Dort liefen die Städte oft wie ein Brei auseinander, mäkelte Strieder. Yuppi nickte. Am besten sollten alle Städte wie die UFA-Fabrik gestaltet sein, eben ökologisch, kulturvoll und gemeinschaftlich.

0 Kommentare

Neuester Kommentar