Berlin : Urknall und Bier

Thomas de Padova

Eine flotte Zusammenfassung der Relativitätstheorie und der modernen Kosmologie. João Magueijo bringt den Leser dem Urknall näher. Der Autor fliegt zwar mit Überlichtgeschwindigkeit, aber mit ebenso großer Leichtigkeit durch das Universum. Zunächst durch das Universum Albert Einsteins: Einstein wünscht sich, mit Hilfe von mathematischen Gleichungen belegen zu können, dass das Weltall von Dauer ist. Dass der Kosmos weder eines fernen Tages in sich zusammenfallen, noch in einer ewigen Expansion veröden wird. Auch der bedeutendste Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts ist nicht frei von Vorurteilen – und scheitert. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens schläft Einstein allnächtlich zehn Stunden. Anders João Magueijo selbst. Der portugiesische Physiker zecht, hört Jazz und Techno-Musik, ärgert sich über die Bürokratie und sucht nach Mitstreitern für eine neue Urknalltheorie. Da wo das Buch in eine persönliche Entdeckungsgeschichte mündet, zerfällt es leider in Andeutungen und Nebensächlichkeiten. Magueijos „neue Kosmologie“ bleibt am Ende doch vage.

João Magueijo: Schneller als die Lichtgeschwindigkeit. Der Entwurf einer neuen Kosmologie. A. d. Amerik. von Hainer Kober. Bertelsmann, München. 352 S., 23,90 €.

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