Urteil : Flugplatz Cochstedt darf "Berlin" nicht im Namen tragen

Die Berliner Flughäfen haben mit eine einstweilige Verfügung gegen die Umbenennung des Flugplatzes Cochstedt in Sachsen-Anhalt erwirkt. Die Betreiber des rund 200 Kilometer von Berlin entfernten Flugplatzes planten, unter dem Namen Magdeburg-Berlin International zu firmieren.

Das Landgericht Berlin sei nun jedoch der Argumentation der Berliner Flughäfen gefolgt, wonach die Umbenennung des Flugplatzes Cochstedt in mehrfacher Hinsicht einer "Irreführung von Passagieren entspricht und gleichzeitig eine Wettbewerbsverzerrung darstellt", teilte ein Flughafensprecher am Donnerstag mit.

Der Name Magdeburg-Berlin International suggeriere nach Ansicht des Gerichts eine räumliche Nähe zur Hauptstadt und führt angesichts einer Entfernung von 200 Kilometern nach Berlin die Passagiere in die Irre, sagte der Sprecher. Die Fahrzeit mit dem Auto nach Berlin betrage mehr als zwei Stunden. An das Bahnnetz sei der Flugplatz nicht angeschlossen.

Zudem täusche der Name Magdeburg-Berlin International "eine nicht vorhandene Größe und Internationalität des Flugplatzes und des Flugangebotes vor", hieß es weiter. Zum aktuellen Zeitpunkt könne der Flugplatz Cochstedt weder ein Flugangebot zu internationalen Zielen aufweisen, noch finde derzeit überhaupt geregelter Linienverkehr statt. Im Wesentlichen würden in Cochstedt Kleinflugzeuge abgefertigt.

Nach Angaben des Sprechers kann der Flugplatz Cochstedt gegen die einstweilige Verfügung Widerspruch einlegen. (dapd)

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