Urteil : Kaninchen getötet, Familie bedroht

Weil er die Kaninchen eines jungen Mädchens getötet und seine Familie mit dem Tod bedroht hat, ist ein 39-jähriger Berliner zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Berlin - Der wegen Mordes vorbestrafte Angeklagte habe seine Wut roh und gefühllos an unschuldigen Wesen abreagiert, sagte ein Richter des Amtsgerichts Tiergarten. Die beiden Kaninchen Lotte und Lars gehörten der 10-jährigen Tochter der Lebensgefährtin des arbeitslosen Maschinenschlossers. Das Mädchen habe dem Mann verziehen, sagte die 28-jährige Frau am Rande des Prozesses.

Der Angeklagte aus Prenzlauer Berg muss 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Nach Zecherei und Streit mit der Partnerin im vergangenen März hatte der Mann die Kaninchen gepackt und ihnen das Genick gebrochen. Ein Polizist, der damals in die Wohnung gerufen wurde, sagte vor Gericht, die Frau wirkte aufgelöst und verängstigt. Der Angeklagte habe gedroht, erst ihren Hund, dann die kleinen Kinder und schließlich sie selbst umzubringen.

Inzwischen hat sich das Paar vertragen. Die 28-Jährige liebt den Angeklagten, seit er vor zwei Jahren nach Verbüßung einer 13-jähriger Haft entlassen wurde. (tso/dpa)

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