Urteil : Verwirrter Messerstecher wird in Psychiatrie untergebracht

Nach einer Serie von teilweise lebensgefährlichen Messerattacken auf Passanten wird ein 22-jähriger verwirrter jungen Mann dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht.

Berlin - Das Landgericht Berlin befand den wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags angeklagten Mann am Dienstag für schuldunfähig. Er wurde nicht bestraft.

Das Gericht folgte einem Gutachten, wonach der 22-Jährige seit seinem 14. Lebensjahr "Stimmen hört" und unter Angstzuständen leidet. Der Beschuldigte habe sich auf Grund seiner Erkrankung von den späteren Opfern "angegriffen gefühlt" und diese daher mit dem Messer attackiert, hieß es im Urteil. Ohne Behandlung sei er für die Allgemeinheit weiterhin gefährlich.

Im Dezember 2005 hatte der Angeklagte am U-Bahnhof Güntzelstraße in Wilmersdorf zwei junge Männer mit einem Messer bedroht und einen von ihnen durch einen Stich in den Rücken verletzt. Im April vergangenen Jahres stach er in der Emserstrasse auf einen 18- und einen 19-Jährigen ein. Eines der Opfer wurde an der Lunge verletzt und musste notoperiert werden. Einen weiteren jungen Mann bedrängte er anschließend mit seinem Samuraischwert. (tso/ddp)

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