Urteil zu Pleite von Abiball-Agentur : Ganz easy ab ins Gefängnis

Tausende Schüler wurden vor mehr als drei Jahren um ihren Abiball gebracht. Das Desaster der Agentur Easy Abi haben aus Sicht des Landgerichts drei Ex-Manager verschuldet. Nun wurde ein Urteil gesprochen.

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Ein Prozess im Strafgericht.
Ein Prozess im Strafgericht.Foto: dpa

Mit drei Jahren und drei Monaten Gefängnis erhielt Karl-Heinz R., der die Firma kurz vor deren Pleite gekauft hatte, die höchste Strafe in dem Prozess, der nun zu Ende ging. Der 59-Jährige habe den vereinbarten Preis von 400 000 Euro nicht gezahlt und auch nie zahlen wollen. Zu Bewährungsstrafen wurden der letzte Geschäftsführer von Easy Abi Berlin sowie einer der beiden Verkäufer verurteilt.

Mit dem geplanten Verkauf der Firma begann im Mai 2011 das Ende. Der 30-jährige David H. und sein Partner wandten sich an R., der neuer Besitzer werden wollte. Er überreichte eine „Money Pay Order“ über eine knappe Million Euro. Dass er als Betrüger vorbestraft war, wussten die anderen Akteure nicht. Man vereinbarte, dass der Preis sofort fällig sei. R. behauptete, die Summe sei auch angewiesen. Tatsächlich kam nichts. Dennoch habe H. den von R. ernannten Geschäftsführer gedrängt, das den Verkäufern zustehende Geld zu zahlen – vom Konto der Firma.

360 000 Euro wurden überwiesen. Die Bankangestellte warnte noch: „Dann ist das Konto leer.“ H. habe den letzten Geschäftsführer zur Untreue angestiftet, so die Richter. Acht Monate Haft auf Bewährung verhängten sie. Die Anklage hatte eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und vier Monaten gegen den 30-Jährigen gefordert. Der Ex-Partner von H. erhielt Freispruch.

Nach dem Abi ist vor der Party: Drei Schüler erzählen, was sie dieses Jahr zum Schulabschluss planen.

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