Berlin : US-Botschaft wird höher und schmaler

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Vermutlich im Sommer 2003 wird mit dem Bau der US–Botschaft am Pariser Platz begonnen, die lange strittigen Vereinbarungen über die Sicherheitsabstände sind beendet. Botschafter Daniel R. Coats und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit unterzeichneten gestern am früheren und künftigen Botschaftsort das „Memorandum of Understanding“. Der Botschafter versprach ein hübsches Gebäude und dankte der Bevölkerung für die Geduld, der Regierdende Bürgermeister lobte den historischen Tag und betonte, der Pariser Platz werde auch mit dem Neubau ein lebendiger Ort sein, an dem sich die Leute frei bewegen könnten.

In der letzten großen Baulücke des Platzes war schon erstes Mobiliar aufgefahren. Hinter einem antiken Schreibtisch nahmen Coats und Wowereit Platz, blätterten in schwarzen und roten Mapppen und setzen ihre Unterschriften unter einen kurzen Text. Darin wird vermerkt, dass der Entwurf des Gebäudes aufgrund strengerer Sicherheitsvorschriften überarbeitet wird. Man wolle den deutschen und amerikanischen Beschäftigten der Botschaft einen sicheren und angenehmen Arbeitsplatz bieten, die Sicherheit der Besucher und Anwohner gewährleisten und gleichzeitig dem Gesamtbild des Pariser Platzes entsprechen. Das Land Berlin und die Vereinigten Staaten einigten sich auf eine Verschwenkung eines Teils der Behrenstaße um rund acht Meter nach Süden, die Amerikaner werden die Arbeiten bezahlen. Der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas wurde für die gute Zuammenarbeit gedankt, denn ein Teil des Gründstücks für das Holocaust-Mahmal wird berührt. Die amerikanische Seite sagte zu, die Veränderungen mit den Grundstücksnachbarn und dem Architekturbüro Moore Ruble Yudell zu erörtern, die den ersten Entwurf vorgelegt hatten. Das Bauwerk wird vermutlich etwas höher, was nach Auskunft von Stadtentwicklungssenator Peter Strieder zulässig ist. Der Sicherheitsabstand zum öffentlichen Straßenland wird an der Ebert- und Behrenstraße 25 Meter betragen, wobei sieben Meter durch ein Zurücksetzen des Bauköpers auf dem botschaftseigenen Grundstück erreicht werden. Am Pariser Platz wird das Haus direkt an die Nachbarbauten anschließen und zum Platz eine Linie bilden. Neben dem Adlon soll die Vorfahrt zur Botschaft sein, eventuell durch eine Schranke kontrolliert. Das Projekt hängt noch von der Zustimmung des US-Kongresses ab. Geplante Fertigstellung ist Ende 2006.C. v. L.

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