Berlin : US-Botschafter Coats dankt für Solidarität

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Im Festzelt vor dem Roten Rathaus wird es für kurze Zeit still. Der US-Botschafter Daniel R. Coats bittet darum, der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu gedenken. „Thank you, my friends“, sagt Coats dann. Sein Dank am Mittwochabend gilt nicht nur dem Schweigen und Gedenken an die Opfer. Die mehreren hundert Berliner, die sich von ihren Holzbänken im Festzelt erhoben haben, waren von der Checkpoint Charlie Stiftung und der Initiative „Welcome to Germany“ eingeladen worden. Sie haben allesamt für die Familien der Opfer gespendet, oder sich bereit erklärt, ein (Halb-)Waisenkind für einige Zeit in der Familie aufzunehmen. „Danke Berlin!“ hieß deshalb die Gedenkveranstaltung, deren Schirmherrschaft der Botschafter übernommen hatte. 555 000 Euro Spenden sind zusammengekommen. Sie fließen in das „City of Berlin Scholarship“, ein Stipendium, mit dessen Hilfe den Waisenkindern ein Studium in ihrem Land ermöglicht werden soll.

„Im n des Amerikanischen Volkes möchte ich ihnen meine zutiefst empfundene Dankbarkeit aussprechen“, sagt Coats. Der amerikanische Traum sei am 11. September auf eine harte Probe gestellt worden, doch nun, ein Jahr danach, „lebt dieser Traum weiter“.

Nachdem ein Dudelsack-Spieler „Amazing Grace“ ertönen lässt, erscheinen auf einer Leinwand Bilder zum 11. September 2001 in Berlin: Menschen in „Ich bin Amerikaner“-Shirts, Trauernde vor dem Brandenburger Tor, vor der US-Botschaft… Erinnerungen werden wach, hier und da fließen Tränen. Am Ende spielen Andrej Hermlin und sein Swing Dance Orchestra „God Bless America“. tabu

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