Vandalismus : 13,6 Millionen Sachschaden bei BVG und Bahn

Rund 13,6 Millionen Euro haben BVG und S-Bahn im vergangenen Jahr ausgegeben, um die Folgen von Graffiti, Beschädigungen von Fahrzeugen und sonstigem Vandalismus zu beseitigen. Hauptproblem sind Graffiti. Aber es gab auch 700 Angriffe auf Personal.

Die Zahlen gehen aus einer Aufstellung der Unternehmen und der Verkehrsverwaltung als Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Matthias Brauner hervor.

Außerdem gab es im Durchschnitt fast zwei Mal täglich Übergriffe gegen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe oder kooperierender Sicherheitsunternehmen – im ganzen Jahr 2008 registrierten BVG und S-Bahn fast 700 Übergriffe.

Die höchsten Kosten entstehen der BVG durch Sachbeschädigung in U-Bahnhöfen und -zügen. Graffiti in Bahnhöfen machen demnach mit fast 2,5 Millionen Euro den größten Einzelposten aus, gefolgt von Sachbeschädigung in Fahrzeugen. Mutwillige Beschädigungen an und in Straßenbahnen verursachten im vergangenen Jahr Kosten von knapp 1,5 Millionen Euro. Bei der S-Bahn entstehen die größten Kosten durch Sachbeschädigungen an Fahrzeugen: Fast 3,9 Millionen Euro beträgt die Schadenssumme.

Die Übergriffe gegen Mitarbeiter sind in der BVG-Statistik in drei Schweregrade aufgeteilt: 347 Mitarbeiter wurden im vergangenen Jahr attackiert, ohne dass sie hinterher arbeitsunfähig waren, 191 Übergriffe führten zu einer Arbeitsunfähigkeit von bis zu drei Tagen, und immerhin 135 Mal wurden Mitarbeiter so massiv angegriffen, dass sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig waren. Bei der S-Bahn, deren Fahrer in den Fahrerkabinen besser geschützt sind, wurden lediglich 21 Übergriffe registriert. lvt

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