Vandalismus, Müll, Drogenhandel : Neuer Park am Gleisdreieck verkommt
26.09.2011 08:54 Uhr- Lange gewartet: 40 Jahre habe es gedauert, den Park zu schaffen, sagte Kreuzbergs Bürgermeister Franz Schulz bei der Eröffnung. - Foto: Thilo Rückeis
- Wo früher Gleise und Dreck herrschten, entstand in den vergangenen Jahren ein neuer Park. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sagt, er vermittele ein „Gefühl der Gelöstheit... - Foto: Thilo Rückeis
- Entstanden ist ein Multifunktionsraum mit breiten Pisten für Radfahrer und Skater, sowie Spielzonen für Trendsportler und Kinder. - Foto: Thilo Rückeis
Sondereinsatz im Park am Kreuzberger Gleisdreieck: Am Wochenende musste eine Putzkolonne von Grün Berlin nahe den Yorckbrücken 100 Wodkaflaschen und Berge von Feiermüll entsorgen, zwei Autoladungen voll. 300 Graffiti wurden von den Holzbänken entfernt. „Das haben wir kommen sehen. Seit zwei Jahren appellieren wir, dass so ein neuer Innenstadtpark dringend soziale Kontrolle durch viele Park-Guides braucht, Eingangstore und Toiletten“, sagt Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH – die ist mit für den Park zuständig, bis auch das größere West-Teilstück in zwei Jahren fertiggebaut ist.
Am 4. September hat die Stadtentwicklungsverwaltung nun aber gerade den ersten östlichen Teilabschnitt des Themenparks auf dem früheren Gelände des Anhalter Bahnhofs eröffnet; 8,6 Millionen Euro hat der Park gekostet. Das teils wild belassene Grün mit alten Bahnanlagen, Essigbäumen und seltenen Echsenarten ist gut besucht am Wochenende, die Spielplätze, die Tischtennisplatten, die Rasenflächen, überall erholen sich die Städter.
Doch da wird, das berichten nicht nur Anwohner, auf Holzbänke uriniert und es werden Scherbenhaufen hinterlassen. Vandalen reißen Naturschutz-Schilder mitsamt Betonsockel aus dem Boden und versenken sie in einem Tümpel. Randalierer haben sogar ein großes Drainagerohr herausgerissen. Und auf den Trassen der Deutschen Bahn, wo die ICE-Züge und Regionalbahnen entlangfahren, werden Schottersteine gefunden, die aus dem Park stammen. Nachts bekomme man Drogen angeboten. Anwohner fürchten zudem, dass sich auch der Straßenstrich in den Park verlagern könnte.
Was Parkbetreuer ausrichten können, erfahren Sie auf der nächsten Seite.















