Berlin : Vater beleidigte Lehrer

Staatsanwaltschaft erhob jetzt Anklage

-

Beleidigung in sieben Fällen und verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen wirft die Staatsanwalt einem 44 Jahre alten Mann vor. Sie hat Anklage gegen den Vater eines 17Jährigen erhoben, der im vergangenen Jahr an der Gustav-Heinemann-Oberschule in Marienfelde fünf Lehrer verprügelt hatte und zu einer Jugendstrafe von 20 Monaten auf Bewährung verurteilt worden war. Sein Vater soll dann im Internet das Lehrpersonal als „brutale Schlägerlehrer“ beschimpft und von „Gestapo-Methoden“ geschrieben haben. Die Staatsanwalt wirft ihm außerdem vor, im Internet bereits vor der Gerichtsverhandlung die Anklageschrift gegen seinen Sohn veröffentlicht zu haben.

Das ist aber verboten: „Wer die Anklageschrift ganz oder in wesentlichen Teilen im Wortlaut öffentlich mitteilt, bevor sie in öffentlicher Verhandlung erörtert wurde, muss mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe rechnen“, sieht der Paragraf 353 des Strafgesetzbuches vor.Der Mann wurde schon im vergangenen Jahr wegen einer Kneipenschlägerei, an der er mit seinen Söhnen beteiligt war, zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt.weso

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar