Berlin : VBB: Streiktag kostet eine Million Euro Bahn soll für ausgefallene Züge zahlen

Berlin und Brandenburg wollen die Deutsche Bahn AG für jeden wegen des Lokführer-Streiks ausgefallenen oder verspäteten Zug zur Kasse bitten. „Was nicht fährt, wird nicht bezahlt“, bestätigte der Potsdamer Verkehrsminister Reinold Dellmann (SPD) gestern dem Tagesspiegel. „Auch für ausgefallene S-Bahnen gibt es kein Geld. Das wird Ende des Jahres genau abgerechnet“, sagte Manuela Damianakis, Sprecherin der Senatsverwaltung für Verkehr. Inzwischen gibt es erste Erhebungen, um welche finanzielle Größenordnung es sich handeln könnte. Pro Streiktag gehe es in Berlin und in Brandenburg um jeweils rund 500 000 Euro, die der Bahn abgezogen werden, schätzt Brigitta Köttel, eine Sprecherin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). „Das eingesparte Geld fließt in den Nahverkehr.“ In diesem Jahr war die Region bereits an drei Tagen von dem andauernden Arbeitskampf betroffen, so dass bereits drei Millionen Euro aufgelaufen sein dürften. Den Regional- und S-Bahnverkehr finanzieren die Länder aus zweckgebundenen „Regionalisierungsmitteln“ des Bundes. In Berlin und Brandenburg wären das jeweils rund 400 Millionen Euro, für die bei der Bahn und anderen Unternehmen Züge bestellt werden. thm

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