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Velothon in Berlin : Hofjägerallee und Alex bleiben dicht

Der Velothon 2016 rollt durch Berlin. Die Verkehrslage normalisiert sich - nur der Alex und die Hofjägerallee bleiben vorerst zu.

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Radfahren in Berlin.
Radfahren in Berlin.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Rennräder, Tourenräder , Hollandräder, Kinderräder, Moutainbikes – alles ist vertreten. Bei 13.000 Menschen, die durch Berlin und Teile von Brandenburg rollen, ist das ja auch kein Problem. So viele Teilnehmer sind am heutigen Sonntag beim Jedermann-Radrennen Velothon dabei. Sie können wählen: 60- oder 120 Kilometer-Kurs. Start und Ziel ist jeweils der Große Stern.

Das Rennen über 60 Kilometer ist um 7.40 Uhr gestartet, jenes über 120 Kilometer, das auch durch Teile von Brandenburg führt, um 9.15 Uhr. Gegen Mittag treffen die ersten Radler des 120-Kilometer-Rennens im Ziel ein. Die Zuseher trommeln auf den Absperrgittern. "Die Wahrheit liegt auf der Straße", dröhnt die Stimme des Moderators aus den Lautsprechern. Und dann sind sie da. Der Sieger Denny Schewe hebt die Hände über den Kopf. Er konnte das Tempo halten, gegenüber seinem direkten Verfolger Matthias Geue, auch auf der längsten Zielgeraden bei einem Radrennen weltweit. Die Siegerzeit betrug 2:43:52. Leider gab es auch einen tragischen Vorfall - ein 65-Jähriger erlag einem Herzinfarkt.

Söhne und Enkel unterstützen

"Wir sind hier, um unseren Sohn zu unterstützen", sagt Erika Müller. Sie und ihr Mann sind extra aus Hannover nach Berlin gekommen um den Sohn nach 120 Kilometer Radfahren in Empfang zu nehmen. Der siebenjährige Enkel hat gestern auch beim Kinderrennen mitgemacht, erzählt die stolze Oma.

Nach dem Jedermann-Rennen startete die Deutsche Meisterschaft U23 am Ernst-Reuther-Platz.

Nicht alle sind erfreut über den Radspaß am Sonntag. Eine Frau läuft mit einem kleinen Terrier am Salzufer entlang und flucht laut über die Absperrungen.

Sperrungen und Umleitungen

Durch sieben Bezirke führte in Berlin die Strecke (Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg) – dementsprechend gab es viele Sperrungen, Umleitungen und Linienunterbrechungen bei der BVG.

Nach Angaben der BVG waren von den Sperrungen für das Radrennen insgesamt 60 Bus- und Straßenbahnlinien betroffen, "die umgeleitet, verkürzt, geteilt oder zeitweise eingestellt werden müssen", schreibt die BVG. Seit 17.30 Uhr normalisiert sich der Verkehr. Die Straßenbahnen fahren (außer am Alexanderplatz) schon alle wieder planmäßig. Nur auf der Hofjägerallee wird es noch länger dauern. Eigentlich sollte die Straße ab 17 Uhr wieder befahrbar sein, wird jetzt wohl aber erst um 20 Uhr freigegeben. Betroffen sind die Buslinien 100, 106 und 187.

Staus in der Stadt.
Staus in der Stadt.Grafik: Fabian Barthel

Am Alex dauert es auch noch ein wenig. Wie zu hören ist, wird dort Tom Tykwer die Serie "Babylon Berlin" - erwartet werden beim Dreh nach Tagesspiegel-Informationen auch historische Straßenbahnen und historische Autos. Darum fahren dort am Sonntag von 7 Uhr bis 20 Uhr keine Straßenbahnen.

Die Sperrungen auf der Autobahn sind weitestgehend aufgehoben. Mit einer Ausnahme: Im Norden ist der Zubringer A114 zum Dreieck Pankow voll gesperrt - und zwar bis Montag, 5 Uhr.

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