Vera 8 : Immer wieder Ärger mit Mathe

Nach den schlechten Mathematikergebnissen der Neuntklässler bei der Berufsbildungsreife liegen nun auch für die 13000 Achtklässler der Sekundarschüler schwache Resultate vor - sehr schwache.

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Ist doch logisch, oder? Oder nicht?
Ist doch logisch, oder? Oder nicht?Foto: Kai-Uwe Heinrich

Nach den schlechten Mathematikergebnissen der Neuntklässler bei der Berufsbildungsreife liegen nun auch für die 13000 Achtklässler der Sekundarschüler sehr schwache Resultate vor. Bei den jüngsten Vergleichsarbeiten (Vera 8) verfehlten 62 Prozent der Schüler die Mindeststandards im Fach Mathe. Bei den Schüler nichtdeutscher Herkunft waren es sogar drei Viertel (76 Prozent). Laut Definition des Instituts für Schulqualität Berlin-Brandenburg bedeutet dieser Befund, dass diesen Schülern die „basalen Kenntnisse fehlen, um ein selbstbestimmtes und beruflich erfolgreiches Leben bestreiten zu können“.

Die Mädchen schnitten wesentlich schlechter ab als die Jungen, indem von ihnen 69 gegenüber 56 Prozent auf der niedrigsten Kompetenzstufe landeten.

Bei den 11000 Gymnasiasten war der Befund besser. Allerdings scheiterten auch hier 18 Prozent der Migranten an den Mindeststandards. Insgesamt schafften zehn Prozent der Gymnasiasten diese unterste Hürde nicht (Mädchen: 12 und Jungen: 8 Prozent).

Bei den Vergleichsarbeiten in Deutsch konnte ein Viertel der Sekundarschüler nicht die Mindestanforderung im Lesen erreichen (Migranten: 38 Prozent). Hier waren die Mädchen etwas besser als die Jungen.

Bei den Gymnasiasten zeigt sich ein komplett anderes Bild: Hier lag die Quote der schwächsten Schüler, die kein Leseverständnis haben, nur bei zwei Prozent. In die Spitzengruppe der sehr guten Leser stößt ein Viertel der Gymnasiasten vor (33 Prozent der deutschstämmigen und 13 Prozent der nicht deutschstämmigen Schüler).

In Vera 8 Englisch ergab sich ebenfalls eine schwache Leistung der Sekundarschüler: Über ein Drittel schaffte die Mindeststandards nicht (Migranten: 46 Prozent). Die Spitzengruppe wurde von ihnen gar nicht erreicht.

Bei den Gymnasiasten gab es nur vereinzelt Achtklässler auf dem untersten Niveau. Bei ihnen gehörte die Hälfte zur Mittelgruppe (Kompetenzstufe III). Ein Drittel schaffte die oberen beiden Niveaustufen.

Näheres zur Konzeption und Auswertung finden Sie als PDF unter diesem Link.

Die Vergleichsarbeiten finden Sie hier.

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