Veranstaltungen : Gedenken an die Pogromnacht

Hier wird an die Pogromnacht und ihre Folgen erinnert.

In der Ausstellung:

„Getauft – verstoßen – deportiert“ heißt die Schau, die sich zum 70. Jahrestag der Pogromnacht mit dem Schicksal evangelischer Christen jüdischer Abstammung beschäftigt. Samstag um 11 Uhr eröffnet Bischof Huber sie in der St.-Thomas-Kirche am Kreuzberger Mariannenplatz. Geöffnet ist sie bis zum 3. Dezember täglich von 11 bis17 Uhr.

Im Museum: Das Jüdische Museum, Lindenstraße 9-14 in Kreuzberg, erinnert am Sonntag mit einer Reihe von Veranstaltungen an die sogenannte Reichskristallnacht. Um 11 Uhr wird eine Kunstinstallation eröffnet, danach erzählen zur vollen Stunde Lesungen und Vorträge über jüdische Familienschicksale.

Bei der Filmpremiere: Habimah Berlin, der Verein zur Förderung jüdischer Kultur, lädt am Sonntag um 11 Uhr zur Filmpremiere der Dokumentation „Menschliches Versagen – Deutsche verwerten ihre jüdischen Nachbarn“ ins Studio der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, in Tiergarten. Regisseur Michael Verhoeven ist anwesend.

Auf dem Weg: Evangelische und Katholische Kirche erinnern am 9. November gemeinsam an die verhängnisvolle Nacht. Unter der Motto „Zeit vergeht – Verantwortung nicht“ laden Bischof Huber und Kardinal Sterzinsky zu einem Gedenkweg ein. Er beginnt um 14 Uhr vor dem Roten Rathaus und führt zur Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße. Mitmarschieren werden auch Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, und Klaus Wowereit.

Mit Glockenklang: Am Sonntag um 17 Uhr läuten die Glocken von 21 Kirchen zum Gedenken. Eine Viertelstunde lang.

Mit Musik: „Wir waren Nachbarn“ heißt das Benefizkonzert des Rundfunkchores Sonntag um 19.30 Uhr in der Gethsemanekirche, Stargarder Straße 77 in Prenzlauer Berg. Erklingen werden Psalmvertonungen und Zeitzeugentexte.

Im Theater: Im Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, in Mitte liest Klaus Maria Brandauer am Sonntag um 11 Uhr aus Texten des widerständigen Pfarrers Dietrich Bonhoeffer, dazu musiziert Daniel Hope. Die Karten zu „Einer musste es tun“ kosten 15 Euro. gba

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