Berlin : Verband christlicher Hotels fühlt sich wieder heimisch

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Häuser mit besonderer Zuwendung für den Gast - so sehen sich die 51 im Verband christlicher Hotels (VCH) zusammengeschlossenen Herbergen. Gestern kehrte die Leitung an ihren Ursprungsort Berlin zurück: Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in der Ziegelstraße ist Domizil des Verbandes. In einer Feierstunde lobte Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner den Entschluss, die Geschäftsleitung von Weinsberg an die Spree zu verlegen. Mit seiner christlichen Ausrichtung sei der VCH eine wichtige Größe in der Hotellerie und ein Gewinn für Berlin.

Branoner erinnerte daran, dass um 1929 dem Verband allein in Berlin 25 Hotels angehörten. Während der Teilung führte der Verband seine Tätigkeit in zwei organisatorisch getrennten, aber geistig verbundenen Gremien fort, die sich nach 1990 wieder zusammenschlossen. Die 2500 Zimmer der VCH haben im Schnitt eine Belegungsrate von 63 Prozent und erbringen einen Jahresumsatz von 150 Millionen Mark.

Vor 150 Jahren machte die erste "Herberge zur Heimat" von sich reden. Sie bot vor allem jenen Reisenden ein Dach über dem Kopf, die finanziell schlecht gestellt waren und besonderer Hilfe bedurften. Später entstanden die christlichen Hospize, von denen es 1939 in Deutschland 227 gab. Entsprechend der biblischen Weisung "herberget gern!" wollen die christlichen Hotels "mit liebenswerter Gastlichkeit aus Tradition", wie VCH-Präsident Werner Kathmeyer sagt, eine Alternative zu uniformen Hotelketten bieten. Berlins VCH-Hotels haben 644 Betten: Albrechtshof, Allegra und Bonhoeffer-Haus in Mitte, Christophorus-Haus in Spandau, "Haus der Begegnung" in Wilmersdorf und das Hospiz in Friedenau.

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