Berlin : Verdacht auf Extremismus: Der beschuldigte Lehrer arbeitet wieder

Der im Verdacht rechtsextremer Haltung stehende Berliner Studienrat am Gymnasium Steglitz, Karl-Heinz S., wird von heute an wieder arbeiten. Er werde aber nicht in einer Schule eingesetzt, sagte ein Sprecher der Senatsschulverwaltung gestern. S. war vor drei Monaten vom Dienst freigestellt worden. Das Landesschulamt ermittelt seitdem, ob er als Beamter gegen seine Mäßigungspflicht verstoßen habe. Die Vorermittlungen zu einem Disziplinarverfahren liefen noch, hieß es dazu gestern.

"Ich glaube nicht, dass da was bei rauskommt", meinte der Anwalt von S., Thorsten Hippe. Sein Mandant habe vor vier Wochen ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst beantragt, um die Vorwürfe zu klären. "Wir wollen das bis zum Ende durchführen", sagte Hippe. Dem Landessschulamt warf er vor, zu schlafen. Die Vorwürfe seien seit April 2000 bekannt. Erst eine parlamentarische Anfrage habe zu Vorermittlungen geführt, die auch nach drei Monaten noch nicht abgeschlossen seien.

Dem Lehrer wird von einer Elterninitiative vorgeworfen, in verschiedenen Publikationen die Verbrechen des Naziregimes relativiert zu haben.

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