Berlin : Verdi: Gewerkschaft ist gegründet, Zentrale wird noch gesucht

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Verdi kommt - nach Berlin. Die aus den einstigen Einzelgewerkschaften ÖTV, DAG, Deutsche Post Gewerkschaft, HBV und der IG Medien hervorgegangene Dienstleistungsgewerkschaft wird ihre Hauptverwaltung in der Hauptstadt ansiedeln. Wann das sein wird, sei noch unklar, sagte Ver.di-Sprecher Michael Wübbels am Montag, "unser Vorstand meint, so bald wie möglich". Ob Gebäude gemietet oder gekauft werden sollen oder Ver.di die Gewerkschaftszentrale selbst baut, sei ebenfalls noch nicht entschieden. Ein Arbeitsstab, der den Aufbau der neuen Großgewerkschaft Ver.di regeln soll, wird im Sommer nach Berlin ziehen.

"Alles ist eine Frage der Kosten", sagte Wübbels. Es gebe aber Optionen für mehrere Orte in Mitte, der Leipziger und der Potsdamer Platz, die Friedrichstraße und Unter den Linden kämen als Gewerkschaftssitz in Betracht, hieß es am Rande des derzeit in Berlin stattfindenden Vereinigungskongresses. Informationen, nach denen sich Verdi bereits in konkreten Verhandlungen um ein Grundstück befindet, wollte Wübbels nicht bestätigen.

Der Vorbereitungsstab, dessen Größe und Zusammensetzung nach Angaben von Wübbels innerhalb der nächsten zwei Wochen festgelegt werden soll, wird Büros in einem Gebäude an der Friedrichstraße, im sogenannten Rosmarinkarree in der Nähe der Straße Unter den Linden mieten. Die Räume werden derzeit von der Bundestagsverwaltung und Bundestagsfraktionen von CDU und SPD genutzt. Beide werden das Haus während der kommenden parlamentarischen Sommerpause verlassen und in die Bundestagsneubauten rings um den Reichstag ziehen.

Bis zu 600 Beschäftigte sollen in der Verdi-Zentrale arbeiten. In den Zentralen der in verschiedenen Städten ansässigen Einzelgewerkschaften sind heute etwa 950 Menschen tätig.

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