Verdi und KAV im Gespräch : Ist morgen Nachmittag der BVG-Streik vorbei?

Beide Konfliktparteien sprechen miteinander und dies ernsthaft. Sollten die Vorgespräche erfolgreich sein, könnte morgen Nachmittag der Streik im öffentlichen Nahverkehr vorerst beendet sein. Ein Ergebnis wird nicht vor dem späten Abend erwartet.

Matthias Lehmphul
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Verdi Gewerkschafter Frank Bäsler führt die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband. -Foto: dpa

BerlinDie Verhandlungen werden sich wahrscheinlich bis in den Abend hineinziehen. "Beiden Konfliktparteien sind sich der Ernsthaftigkeit der Lage bewusst," sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Bäsler gegnüber tagesspiegel.de. Falls der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) und Verdi neue Verhandlungen aufnehmen sollten, dann könnte der Streik frühestens morgen Nachmittag ausgesetzt werden. Zuvor müssten beide Seiten Rücksprachen halten. Vor allem haben interne Gremien von Verdi das letzte Wort, ob der Streik für neue Verhandlungen ausgesetzt würde.

Bäsler zeigte sich gegenüber den laufenen Gesprächen positiv gestimmt. Zurzeit habe sich der KAV zurückgezogen, um zu klären, wieviel Verhandlungsmasse der KAV wirklich für ein neues Angebot gegenüber Verdi hat. Verdi zeigt sich verhandlungsbereit und wolle diese Chance, sich an den Verhandlungstisch mit dem KAV zu setzen, wahrnehmen. "Wir werden nichts unversucht lassen, um zurück an den Verhandlungstisch zu gelangen. Das schulden wir allen Beteiligten," bekäftigt Bäsler seinen Verhandlungswillen.

Die Gespräche werden in der KAV-Geschäftsstelle geführt.In einem Brief hatte der Arbeitgeberverband die Gewerkschaft am Dienstag eingeladen, die Tarifverhandlungen fortzusetzen. In den ersten beiden Verhandlungsstunden zeigt sich, dass beide Seiten unter Druck stehen. Es werden die Eckpunkte geklärt, in welchem Rahmen die Verhandlungen aufgenommen werden könnten. Auch am achten Streiktag blieben Berliner Busse, U-Bahnen und Trams in den Depots. Verdi verlangt für die rund 11.500 Beschäftigten der BVG und deren Tochter Berlin Transport Gehaltserhöhungen von bis zu zwölf Prozent, mindestens aber 200 Euro brutto monatlich mehr.

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