Berlin : Verfolgungsjagd: Auf Flucht vor der Polizei überschlagen

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Ein 18-Jähriger hat sich gestern nach einer Verfolgungsjagd durch die Polizei in Friedenau überschlagen. Zuvor hatte der Jugendliche mit dem Wagen mehrere geparkte Fahrzeuge gerammt und einen Anwohner, der im Begriff war, seinen am Straßenrand stehenden Wagen zu putzen, umgefahren und lebensgefährlich verletzt. Der Mann ist nach Auskunft der Polizei Bluter. Bei dem Unfall wurde eine Schlagader verletzt. Der 18-Jährige selbst zog sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zu. Zwar versuchte der Fahrer, zu Fuß zu flüchten, wurde aber wenige Straßenecken weiter gestellt. Auslöser der Verfolgungsjagd war eine Polizeikontrolle an der Hauptstraße, die der 18-Jährige durchbrochen hatte.

Zum Thema Newsticker: Aktuelle Meldungen aus Berlin und Brandenburg In der Rubensstraße in Schöneberg bot sich gestern Mittag ein Bild der Verwüstung: Glassplitter und Metallfetzen, abgerissene Zierleisten und Teile von Stoßstangen markierten den Weg, dessen Ende ein auf dem Dach liegender gelber BMW bildete. Bevor der Wagen auf dem Dach landete, rammte er mit hoher Geschwindigkeit zwei geparkte Autos und schob sie aufeinander.

Der Jugendliche hat keinen Führerschein, das Auto war weder angemeldet noch versichert. Allerdings trug es Kennzeichen aus Potsdam-Mittelmark mit Zulassungs- und TÜV-Stempel. Die Kennzeichen wurden gestern Vormittag in Klein-Machnow gestohlen. Der Fahrer selbst soll bei der Polizei längst kein Unbekannter mehr sein. Dem Vernehmen nach war er erst Anfang September aufgefallen, als er nicht nur ohne Führerschein unterwegs war, sondern den Wagen auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln lenkte.

Den Wagen hatte der Fahrer gemeinsam mit seinem 17 Jahre alten Freund Benjamin erst vor wenigen Tagen in Teltow gekauft. 200 Mark hatten sie für den BMW 318"i auf den Tisch gelegt, berichtete der sichtlich erschütterte Benjamin, der zufällig an der Unfallstelle vorbeikam und zuerst seinen Augen nicht traute, als er seinen gelben Wagen auf dem Dach liegen sah: "Eigentlich sollte das Auto auf dem Parkplatz stehen." Benjamin, er hat ebenfalls keinen Führerschein, wollte mit seinem verunglückten Freund das 200-Mark-Auto aufbauen und "auf Vordermann" bringen.

Am Nachmittag war die Polizei noch dabei, die bei der Flucht beschädigten Fahrzeuge entlang der Rubensstraße zu zählen. Ein knappes halbes Dutzend war bereits registriert worden.

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