Berlin : Verführung im Untergrund

Premiere für „Felix“-Restaurant im Adlon mit Hollywood-Empfang

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Das Adlon hat zwei Ableger bekommen. Im zur Behrenstraße hin gelegenen neuen AdlonPalais entstand hinter einer knallgelb gemusterten Fassade einSaal, in dem zwölf Kristalllüster und das zart vergoldete Grün der Wände effektvoll miteinander kontrastieren. Durch hohe Fenster geht der Blick weit hinaus zum Potsdamer Platz – hier können Galadiners zelebriert oder Tagungen abgehalten werden. Letztere sind durch das Tageslicht begünstigt: Die Leute werden erwiesenermaßen nicht so schnell müde wie in tageslichtlosen Sälen.

Drei Etagen tiefer liegt das jüngste Adlonkind. Es heißt Felix und wurde gestern bei seinem ersten Cocktailempfang als „einmalige Kombination aus Clubbing, Dining und Lounging“, ja, als „raffinierte Symbiose aus Lifestyle-Bar, Szene-Restaurant, Gourmetküche und niveauvollem Nightclub“ gepriesen. Am heutigen Sonnabend testet schon mal Hollywood-Größe Nicolas Cage (siehe links) die neue Location, und ab 1. März darf dann jedermann zwischen 18 und 3 Uhr probieren, was Küchenchef Marco Fossati mit seiner italienischen Crew auf den Tisch und Hercules Tsibis auf den schier endlosen, schwarz verkleideten Bartresen bringt.

Also – reinkommen, an der Freitreppe stehen bleiben und überlegen: Erst in die Ledersitze der Bar fallen lassen oder lieber gleich ins Restaurant eine Etage tiefer? Die Felix-Gestalter erlagen nicht der Versuchung, mit einem weiteren schummerigen Nachtclub ins dunkle Abseits zu driften – hier imponieren eine abgestufte, mehrfarbig erleuchtete Glasdecke, vor allem aber in sich strahlende Lichtsäulen, „wie in den Salons großer Dampfboote aus den dreißiger Jahren an der Normandie“, von denen sich der Designer Richard Blight inspirieren ließ. Der deutsche Gast denkt vielleicht mehr an den Bauhaus-Stil, jedenfalls hat das etwas sehr Modernes. Cool, aber nicht kalt. Lo.

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